Volkswagen Aktie: Doppelschlag aus USA

Volkswagen verzeichnet im wichtigen US-Markt einen deutlichen Absatzrückgang und muss über 350.000 Fahrzeuge zurückrufen. Die Aktie reagiert mit Kursverlusten auf die Nachrichten.

Die Kernpunkte:
  • Absatz in den USA um 13 Prozent gesunken
  • Rückrufaktion für über 350.000 Fahrzeuge
  • Aktienkurs notiert im Minus
  • Elektroauto ID.4 als positiver Kontrapunkt

Der Start in das Börsenjahr 2026 verläuft für Volkswagen holprig. Der Konzern sieht sich im wichtigen US-Markt mit einer Kombination aus deutlich fallenden Verkaufszahlen und einem regulatorischen Rückruf durch die US-Behörden konfrontiert. Während die Elektromobilität einen Lichtblick bietet, trüben die Gesamtumstände die Stimmung der Anleger spürbar ein.

  • US-Absatz: Rückgang um 13 Prozent im Gesamtjahr 2025.
  • Rückruf: Über 350.000 Fahrzeuge wegen Softwarefehlern betroffen.
  • Kursentwicklung: Aktie notiert bei 103,40 € (-2,73 % seit Jahresanfang).

Absatzschwäche trifft auf Rückruf

Die Zahlen von Volkswagen of America sprechen eine deutliche Sprache: Im abgelaufenen Jahr sank der Absatz um 13 Prozent, wobei das vierte Quartal mit einem Minus von fast 20 Prozent besonders schwach ausfiel. Verantwortlich für diesen Einbruch ist primär das Geschäft mit Verbrennermodellen. Einen Kontrapunkt setzt lediglich die ID.-Reihe. Der ID.4 legte um über 31 Prozent zu, konnte den Volumenverlust bei den klassischen Modellen jedoch nicht kompensieren.

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Verschärft wird die Lage durch die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA. Wegen Problemen mit der Rückfahrkamera muss Volkswagen in den USA gut 356.000 Fahrzeuge in die Werkstätten rufen; auch die Tochter Porsche ist betroffen. Zwar soll ein kostenloses Software-Update den Fehler beheben, doch die Nachricht drückt zusätzlich auf das Sentiment. Die Aktie reagierte heute mit einem leichten Minus und notiert bei 103,40 Euro.

Strategische Wende und Stärke in Europa

Trotz der Probleme in Übersee gibt es operative Lichtblicke. In Großbritannien verteidigte Volkswagen msit einem Marktanteil von 8,84 Prozent erfolgreich die Marktführerschaft gegen die Konkurrenz von BMW und Ford. Gleichzeitig reagiert das Management in Wolfsburg auf die anhaltende Kritik an der Bedienbarkeit der Fahrzeuge. Die angekündigte Rückkehr zu physischen Tasten im Innenraum – etwa beim kommenden “ID. Polo” – signalisiert einen strategischen Kurswechsel, um die Kundenbindung wieder zu stärken.

Ausblick: Fokus auf Marge und Technik

Die aktuelle charttechnische Lage spiegelt die Verunsicherung wider. Mit einem RSI von 27,8 gilt der Titel kurzfristig als überverkauft. Investoren warten nun auf die detaillierten Finanzdaten zum vierten Quartal, um die Auswirkungen der US-Schwäche auf die Margen beziffern zu können. Entscheidend für den weiteren Jahresverlauf wird sein, ob die Modelloffensive und die verbesserte Usability ab dem zweiten Halbjahr für die nötigen Impulse beim Auftragseingang sorgen können.

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