Volkswagen Aktie: Doppelter Rückenwind
Zwei Analystenhäuser heben das Kursziel für Volkswagen an, während das Werk Emden aufgrund eines Sturms die Produktion stoppt. Die Aktie reagiert mit deutlichen Kursgewinnen.

- Jefferies erhöht Kursziel deutlich auf 140 Euro
- Barclays bestätigt positive Einstufung für VW
- Werk Emden stellt Produktion wegen Unwetter ein
- Aktie gewinnt über drei Prozent an Wert
Zwei positive Analystenstimmen an einem Tag – das kommt bei Volkswagen aktuell nicht oft vor. Jefferies hebt das Kursziel kräftig an, Barclays bekräftigt sein Vertrauen. Zeitgleich steht das Werk Emden wegen Sturmtief Elli still. Die Aktie reagiert deutlich und klettert am Freitagvormittag über drei Prozent.
Die wichtigsten Fakten:
– Jefferies erhöht Kursziel von 125 auf 140 Euro (+12%)
– Barclays bestätigt “Overweight” mit Kursziel 125 Euro
– Werk Emden stoppt Produktion wegen Unwetter
– Analystenschere reicht von 88 bis 151 Euro
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Jefferies setzt auf operative Verbesserungen
Das Analysehaus Jefferies macht den Anfang: Kursziel 140 Euro, Rating “Buy”. Analyst Philippe Houchois erwartet für 2026 spürbare Fortschritte im operativen Geschäft. Zudem könnten strategische Weichenstellungen für positive Überraschungen sorgen. Das neue Kursziel liegt 34 Prozent über dem aktuellen Niveau und deutlich über dem Analystenkonsens von 117,30 Euro.
Kurz zuvor hatte bereits Barclays seine Einschätzung bekräftigt. Analyst Henning Cosman bleibt bei “Overweight” mit Kursziel 125 Euro und nennt Volkswagen neben Ferrari als Branchenfavoriten für 2026. Allerdings warnt er vor strukturellen Belastungen: Zölle, Emissionsvorschriften und die Entwicklung in China bleiben zentrale Herausforderungen.
Sturmtief legt Emden lahm
Unabhängig von den Analystenkommentaren hat das Sturmtief Elli einen vollständigen Produktionsstopp im Werk Emden erzwungen. Nach einer Krisenstabssitzung am Donnerstag entfielen beide Schichten – mehrere tausend Mitarbeiter sind betroffen. Im Werk laufen ausschließlich die E-Modelle ID.4 und ID.7 vom Band, regulär wären am Freitag 700 bis 750 Fahrzeuge gefertigt worden.
Mitarbeiter gleichen den Ausfall über Resturlaubstage oder Flexibilitätskonten aus. Ein für Ende Januar geplanter Ruhetag wird vorgezogen, dafür läuft die Produktion am 30. Januar regulär. Alle anderen Standorke, einschließlich Wolfsburg, arbeiten planmäßig.
Branche kämpft mit Margendruck
Die positive Stimmung kontrastiert mit der angespannten Lage der deutschen Autobauer. Laut EY-Studie erwirtschaften BMW, Mercedes-Benz und Volkswagen aktuell so wenig Gewinn wie seit 16 Jahren nicht. Im dritten Quartal 2025 wies Volkswagen einen Verlust von 0,96 Euro je Aktie aus – nach einem Gewinn von 2,42 Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz legte zwar um 2,3 Prozent auf 80,31 Milliarden Euro zu, die Profitabilität brach jedoch ein.
Am 10. März 2026 folgen die Zahlen für das vierte Quartal 2025. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Gewinn von etwa 10,09 Euro je Aktie. Die Dividendenprognose liegt bei 4,22 Euro nach 6,36 Euro im Vorjahr.
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