Volkswagen Aktie: Fragezeichen statt Antworten?

Volkswagen präsentiert in Peking eine massive Elektrooffensive, während politische Äußerungen über chinesische Produktion in deutschen Werken und schwache Fundamentaldaten den Kurs belasten.

Die Kernpunkte:
  • Vier Weltpremieren und über 20 neue E-Modelle für China
  • Niedersachsens Ministerpräsident spricht über chinesische Produktion
  • Aktienkurs fällt auf historisch niedrige Bewertungsniveaus
  • Erste Q1-Zahlen Ende April als wichtiger Stresstest

Vier Weltpremieren in Peking, zwanzig neue Elektromodelle für China, ein Fahrzeug alle zwei Wochen — und trotzdem fragt Niedersachsens Ministerpräsident laut, ob chinesische Hersteller künftig in deutschen VW-Werken produzieren sollen. Das ist der eigentliche Subtext hinter dem Peking-Auftritt.

Elektrooffensive mit Hochdruck

Auf der Group Media Night in Peking präsentierte der Konzern heute Abend zehn Modelle der Marken Volkswagen, Jetta und Audi. Vier davon feierten Weltpremiere. Darunter: ein neues ID.UNYX-Modell, das in nur 24 Monaten entwickelt wurde, und das erste vollelektrische Modell der ID.AURA-Reihe auf Basis der neuen China Electronic Architecture. Audi zeigte das Exterieur-Design des E7X — das zweite Serienmodell der neu positionierten AUDI-Marke.

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Der Konzern will 2026 mehr als 20 elektrifizierte Fahrzeuge auf den chinesischen Markt bringen. Reine Elektroautos, Plug-in-Hybride, Range-Extender — alles dabei. Das vollständige neue Produktportfolio für China entstand in weniger als 36 Monaten.

Lies-Aussage überschattet den Auftritt

Parallel zur Messe sorgte Olaf Lies für Aufsehen. Niedersachsens Ministerpräsident sprach sich dafür aus, zu prüfen, ob chinesische Autobauer Fahrzeuge in deutschen VW-Werken bauen könnten. Begründung: VW kämpfe weiter mit Überkapazitäten, und chinesische Hersteller drängten ohnehin in den europäischen Markt. Ein Marktteilnehmer nannte das einen „Offenbarungseid“. Das Land Niedersachsen hält 20 Prozent der Stimmrechte bei VW.

Kein Wunder, dass die Stimmung am Montag kippte. Die Vorzugsaktie verlor zeitweise 2,5 Prozent. Belastet wurde der Kurs zusätzlich durch steigende Ölpreise infolge des Iran-Konflikts, der den gesamten europäischen Autosektor traf. Aktuell notiert die Aktie bei rund 90,72 Euro — rund 14,5 Prozent unter dem Jahresanfangsniveau.

Niedrige Bewertung, schwacher Ausblick

Die Fundamentaldaten bieten wenig Rückenwind. Der Nettogewinn brach 2025 von 12,4 auf 6,9 Milliarden Euro ein. Für 2026 stellt der Konzern bestenfalls drei Prozent Umsatzwachstum und eine operative Marge zwischen 4,0 und 5,5 Prozent in Aussicht. Das Forward-KGV liegt bei 4,6, das Kurs-Buchwert-Verhältnis bei 0,27 — beides historische Tiefstwerte.

VW-China-Chef Ralf Brandstätter warnte zudem, dass der chinesische Markt 2026 erstmals seit 2018 schrumpfen könnte — abgesehen von den Pandemiejahren.

Ob die Produktoffensive in Peking tatsächlich greift, zeigen die Q1-Zahlen: Ende April veröffentlicht Volkswagen seinen Zwischenbericht — und damit den ersten handfesten Beleg dafür, ob die Strategie aufgeht oder die Bewertung weiter unter Druck bleibt.

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