Volkswagen Aktie: IG Metall bekommt Sparwünsche auf den Tisch

Volkswagen verlor im europäischen Börsenrückgang an Wert; zugleich zeigen Neunmonatszahlen und Prognose einen niedrigen operativen Ertrag.

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Die Kernpunkte:
  • Vorzugsaktie gab um 2,5 Prozent nach
  • HSBC reduzierte Kursziel auf 107 Euro
  • Neunmonatsumsatz betrug 233,4 Milliarden Euro
  • Tarifgespräche starten am 24. November

Volkswagen geriet gestern im Sog des breiten europäischen Börsenabverkaufs unter Druck: Die Vorzugsaktie verlor 2,5%. Reuters berichtete von wachsender Sorge um KI-Aktien und einer daraus resultierenden Risikoaversion an Europas Märkten. Der Rückgang stand damit in einem branchenübergreifend schwachen Umfeld.

HSBC senkt das Kursziel

Medienberichten zufolge senkte HSBC am Donnerstag das Kursziel für Volkswagen von 115 EUR auf 107 EUR, bestätigte jedoch die Kaufempfehlung. Eine Verbindung zwischen dieser Analystenaktion und dem Kursverlust vom Freitag ist damit nicht belegt.

Am Mittwoch hatte zunächst die Aussicht auf eine Lockerung des sogenannten Verbrenner-Aus für Erleichterung bei deutschen Autoaktien gesorgt. Nach Angaben von dpa-AFX gehörte Volkswagen zu den begünstigten Werten. Der Umweltausschuss des Europaparlaments stimmte für einen entsprechenden Vorschlag; die Abstimmung des gesamten Parlaments wurde für Mitte Dezember erwartet.

Ergebnisdruck und anstehende Tarifgespräche

Volkswagen meldete am 29. Oktober für die ersten neun Monate 2026 einen Umsatz von 233,4 Mrd. EUR. Das operative Ergebnis erreichte lediglich 0,1 Mrd. EUR; ohne Sondereffekte lag es bei 8,8 Mrd. EUR.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet der Konzern einen Umsatz von rund 315 Mrd. EUR und eine operative Umsatzrendite von bis zu 1 Prozent.

Auch die Brand Group Core verzeichnete einen Ergebnisrückgang. Volkswagen bezifferte ihr operatives Ergebnis am 30. Oktober auf 4,33 Mrd. Euro gegenüber 4,72 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum.

Volkswagen und IG Metall beginnen ihre Tarifverhandlungen am 24. November 2026 in Emden. Als Ziel nennt das Unternehmen eine schnelle Senkung der Arbeitskosten. Die Fortsetzung der Gespräche ist für den 15. Dezember 2026 in Zwickau vereinbart.

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