Volkswagen Aktie: Kapazität von 12 auf 9 Millionen Fahrzeuge

VW-Chef Blume plant massiven Personalabbau in Deutschland, um die schwache Marge zu verbessern und die Produktion zu reduzieren.

Die Kernpunkte:
  • Zehntausende Stellen in Gefahr
  • Produktionskapazität wird gedrosselt
  • Operativer Gewinn bricht ein
  • Investitionsprogramm deutlich gekürzt

Volkswagen zieht die Reißleine. Um die schwache Marge zu retten, plant Konzernchef Oliver Blume einen massiven Personalabbau. Zehntausende Arbeitsplätze in Deutschland stehen zur Disposition.

Ein massiver Einschnitt. Der Konzern drosselt seine Ambitionen und senkt die Produktionskapazität von 12 Millionen auf 9 Millionen Fahrzeuge. Allein in diesem Jahr fallen planmäßig 19.000 Stellen weg.

Bis zum Jahr 2030 könnte die Zahl der Streichungen in Deutschland auf 50.000 steigen. Das Management reagiert damit auf eine operative Marge von lediglich 3,3 Prozent. Das langfristige Ziel liegt bei mindestens 8 Prozent.

Milliardenlasten drücken das Ergebnis

Die Bilanz für 2025 verdeutlicht die Schwere der Krise. Das operative Ergebnis brach von 22,5 Milliarden auf 8,9 Milliarden Euro ein. Parallel dazu belasteten Abschreibungen auf Porsche das Ergebnis mit 4,7 Milliarden Euro.

Hinzu kamen US-Zölle in Höhe von 3 Milliarden Euro. Restrukturierungskosten drückten den Gewinn um weitere 1,3 Milliarden Euro. Die Herstellungskosten stiegen derweil auf über 88 Milliarden Euro.

Volkswagen kürzt das Investitionsprogramm um 20 Milliarden Euro auf 160 Milliarden Euro. Jährliche Einsparungen von über 4 Milliarden Euro sollen den Konzern stabilisieren.

An der Börse herrscht vorsichtige Zuversicht. Die Aktie notiert aktuell bei 90,52 Euro, was einem Plus von 1,82 Prozent entspricht.

Cashflow liefert Lichtblick

Trotz der Herabstufungen durch Ratingagenturen bleibt die finanzielle Basis solide. Die Nettoliquidität lag Ende 2025 bei 34,5 Milliarden Euro. Währenddessen lieferte das erste Quartal 2026 einen ersten Erfolg.

Der Netto-Cashflow im Automobilbereich drehte mit 2,0 Milliarden Euro wieder ins Plus. Ein Jahr zuvor verzeichnete Volkswagen hier noch ein Minus von 0,8 Milliarden Euro.

Der Fokus liegt nun auf der Umsetzung der Sparziele. Gelingt der Kapazitätsabbau ohne größere Reibungsverluste, rückt der Margen-Zielkorridor wieder in Reichweite.

Anzeige

Volkswagen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Volkswagen-Analyse vom 15. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Volkswagen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 15. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Volkswagen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Volkswagen