Volkswagen Aktie: Krisenalarm?

Nach einem operativen Ergebnisrückgang von 53 Prozent im Jahr 2025 verschärft Volkswagen den Stellenabbau in Deutschland auf 50.000 Jobs und kürzt die Dividende. Der Konzern peilt für 2026 eine verbesserte Marge an.

Die Kernpunkte:
  • Operatives Ergebnis 2025 um 53 Prozent eingebrochen
  • Stellenabbau in Deutschland auf 50.000 erhöht
  • Dividende auf 5,26 Euro pro Vorzugsaktie gekürzt
  • Verkauf der Verbrennungsmotor-Tochter könnte 8 Mrd. Euro bringen

Der größte europäische Autobauer zieht die Notbremse. Nach einem massiven Gewinneinbruch im abgelaufenen Jahr verschärft Volkswagen den Stellenabbau in Deutschland drastisch. Doch wie will der Konzern den Weg aus der Krise finden und die Profitabilität wieder steigern?

Die Bilanz für das Jahr 2025 fällt ernüchternd aus. Das operative Ergebnis brach um 53 Prozent auf 8,9 Milliarden Euro ein und verfehlte damit die Analystenerwartungen von 9,4 Milliarden Euro. Auch der Nettogewinn schrumpfte deutlich auf 6,9 Milliarden Euro, während der Umsatz mit rund 322 Milliarden Euro nahezu stagnierte. Verantwortlich für diese Entwicklung sind neben schwächelnden Verkaufszahlen bei den bisherigen Ertragsperlen Audi und Porsche vor allem der harte Preiskampf in China sowie neue US-Importzölle.

Drastischer Stellenabbau und Dividende

Als Reaktion auf die angespannte Lage greift das Management hart durch. Bis 2030 sollen nun 50.000 Arbeitsplätze in Deutschland wegfallen – 15.000 mehr als ursprünglich vereinbart. Auch Aktionäre spüren die Einschnitte durch eine auf 5,26 Euro gekürzte Vorzugsdividende, die jedoch über den pessimistischsten Markterwartungen lag.

An der Börse wird dieser rigorose Sparkurs mit Zurückhaltung aufgenommen. Aktuell notiert das Papier bei 90,86 Euro und weist damit auf Jahressicht einen Verlust von rund 17 Prozent auf. Der Kursrutsch unter die 100-Euro-Marke spiegelt die anhaltende Skepsis der Investoren wider, zumal die Aktie derzeit spürbar unter ihrer 50-Tage-Linie von 100,92 Euro gehandelt wird.

Milliarden-Deal und neue Ziele

Trotz der aktuellen Belastungen blickt der Konzern operativ leicht optimistisch auf das laufende Jahr. Für 2026 peilt Volkswagen eine operative Marge zwischen 4,0 und 5,5 Prozent an, nachdem diese zuletzt auf 2,8 Prozent abgerutscht war. Zusätzlichen finanziellen Spielraum für die teure Elektro-Offensive könnte der geplante Verkauf der Verbrennungsmotor-Tochter Everllence liefern. Das Bieterverfahren hat sich unerwartet dynamisch entwickelt: Vorläufige Gebote von Finanzinvestoren belaufen sich auf rund 8 Milliarden Euro und übertreffen die ursprünglichen Zielmarken damit um mehr als 30 Prozent.

Der Umbau zu einem fokussierteren Konzern erfordert nun eine konsequente Umsetzung der angekündigten Sparmaßnahmen. Die milliardenschweren Erlöse aus dem potenziellen Everllence-Verkauf bieten dabei ein wichtiges finanzielles Polster für die anstehende Modelloffensive in Asien. Weitere konkrete Einblicke in die operative Verfassung der Wolfsburger folgen bereits am 16. März, wenn die Kern-Tochtergesellschaften rund um die Volkswagen Financial Services ihre detaillierten Jahresberichte präsentieren.

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