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Trotz eines Gewinnrückgangs um 44 Prozent im Jahr 2025 reagiert der Markt erleichtert auf VWs Jahreszahlen. Ein starkes Schlussquartal und eine stabile Dividende stützen die Aktie.

Die Kernpunkte:
  • Starkes Schlussquartal 2025 stützt die Aktie
  • Dividende fällt weniger stark als befürchtet
  • Massiver Stellenabbau von 50.000 Jobs bis 2030
  • China-Geschäft und Porsche als Schwachstellen

Trotz eines massiven Gewinneinbruchs im Jahr 2025 reagieren Anleger heute erleichtert auf die VW-Jahreszahlen. Der Wolfsburger Konzern meldete einen Rückgang des Nettoergebnisses um 44 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro – und dennoch zieht die Aktie heute um knapp 3,7 Prozent auf rund 91 Euro an. Was steckt dahinter?

Der Schlüssel liegt im Schlussquartal 2025, das deutlich besser ausfiel als die vorangegangenen Monate. Die Kernmarken VW, Skoda und Audi lieferten solide Ergebnisse, und auch beim freien Cashflow konnte der Konzern punkten. JPMorgan stuft die Aktie zwar weiterhin mit „Neutral“ ein, sieht das Kursziel aber bei 110 Euro – also noch deutlich über dem aktuellen Niveau.

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Porsche und China als schwache Flanken

Das Gesamtbild bleibt dennoch belastet. Das operative Ergebnis schrumpfte 2025 um mehr als die Hälfte auf 8,87 Milliarden Euro. Besonders die Sportwagentochter Porsche stürzte ab: Im Automobilgeschäft blieb dort operativ nur noch ein Gewinn von 90 Millionen Euro übrig – ein Schatten früherer Glanzzeiten. Verantwortlich war ein kostspieliger Strategieschwenk zurück zu Verbrennern. Auch das China-Geschäft schwächelt weiter: Der anteilige operative Gewinn der dortigen Gemeinschaftsunternehmen halbierte sich auf 958 Millionen Euro und soll 2026 auf nur noch 200 bis 600 Millionen Euro sinken.

Hinzu kamen Sonderbelastungen von 8,8 Milliarden Euro, unter anderem durch US-Zölle und Restrukturierungskosten. Bereinigt darum hätte die operative Marge bei 5,5 Prozent gelegen – statt der ausgewiesenen 2,8 Prozent.

50.000 Stellen, eine gesenkter Ausblick und ein überraschend stabiles Dividende

Für 2026 stellt das Management eine Erholung der operativen Marge auf 4,0 bis 5,5 Prozent in Aussicht. Analysten hatten bislang mit rund 5,3 Prozent gerechnet – lagen also nahe am oberen Ende der neuen Spanne. Gleichzeitig rudern die Wolfsburger beim Langfristziel zurück: Die angestrebte Marge für 2030 wurde von 9 bis 11 auf 8 bis 10 Prozent zurückgestutzt.

Um die Kostenbasis zu senken, bekräftigte Vorstandschef Oliver Blume das Ziel, bis 2030 konzernweit rund 50.000 Stellen in Deutschland abzubauen. Allein bei der Kernmarke VW Pkw sind es 35.000 Jobs, weitere 7.500 bei Audi und knapp 3.900 bei Porsche. Der Abbau soll sozialverträglich über Altersteilzeit und Abfindungen erfolgen.

Trotz allem fiel die Dividende mit 5,26 Euro je Vorzugsaktie weniger stark aus als befürchtet – ein Minus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr, aber besser als von vielen Marktteilnehmern erwartet. Dass auch die Investitionsquote mit 11 bis 12 Prozent des Umsatzes moderat bleibt, dürfte Aktionäre zusätzlich beruhigen. Der Ball liegt nun beim Management: Die nächsten Quartale werden zeigen, ob der Restrukturierungskurs tatsächlich greift.

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