Volkswagen Aktie: Ungünstige Konstellation!
Volkswagen steht unter Druck: Der Konzern präsentiert den elektrischen Golf 9, während ein Streit um Millionenprämien und drohende US-Zollerhöhungen die Lage verschärfen.

- Präsentation des vollelektrischen Golf 9 für Wolfsburg
- Betriebsrat fordert Anerkennungsprämie für Belegschaft
- Drohende Erhöhung der US-Importzölle belastet
- Aktienkurs zeigt deutliches Minus seit Jahresbeginn
Die Belegschaft erhöht den Druck. Während Volkswagen auf der Betriebsversammlung am 4. März den elektrischen Golf 9 präsentierte, kocht gleichzeitig ein Streit um Millionenboni. Im Hintergrund verschärft sich zudem die Lage durch drohende US-Zollanhebungen – ein Dreifachbelastung für den Konzern.
Golf 9 kommt nach Wolfsburg – Golf 8 geht nach Mexiko
Der Konzern zeigt zumindest bei der Produktstrategie klare Kante: Die Silhouette des vollelektrischen Golf 9 wurde erstmals der Belegschaft präsentiert. Das Modell soll gegen Ende des Jahrzehnts im Stammwerk Wolfsburg vom Band laufen. Damit sichert sich der Standort ein Kernmodell der elektrischen Zukunft.
Die Kehrseite: Ab der zweiten Jahreshälfte 2027 wandert die Produktion des aktuellen Golf 8 nach Mexiko ab. Eine Entscheidung, die zeigt, wie der Konzern Kosten und Kapazitäten neu justiert. Parallel dazu soll in Hannover ab 2027 der vollautonome ID. Buzz AD in Serie gehen. Bereits 2026 sind rund 500 Vorserienfahrzeuge für Projekte in Europa und den USA geplant.
Betriebsrat fordert Prämie – Management zögert
Der eigentliche Konflikt schwelt jedoch an anderer Stelle. Nach dem Ausweis von 6 Milliarden Euro Barmitteln in der Januar-Bilanz fordert der Betriebsrat eine Anerkennungsprämie für die Tarifbeschäftigten. Das Management verweigert bislang eine Zusage und verweist auf die Betriebsratswahl in der kommenden Woche. Man wolle die Wahl nicht durch vorzeitige Entscheidungen beeinflussen.
Betriebsratschefin Daniela Cavallo nutzte die Versammlung für deutliche Kritik an der Konzernsteuerung. Sie forderte eine stärkere Führung aus Wolfsburg, um „Marken-Egoismen“ innerhalb des Konzerns einzudämmen. Die Fronten scheinen verhärtet.
US-Zölle als zusätzlicher Belastungsfaktor
Als wäre die interne Situation nicht angespannt genug, droht zusätzlicher Druck von außen. US-Finanzminister Scott Bessent kündigte am 4. März an, die globalen Sonderzölle auf US-Importe voraussichtlich im Laufe dieser Woche von 10 auf 15 Prozent anzuheben. Zwar sollen EU-Mitgliedstaaten laut Bloomberg nicht im gleichen Maße betroffen sein, doch der DIHK warnt bereits vor signifikanten Risiken für die deutsche Wirtschaft.
Während Volkswagen an seiner E-Strategie festhält, rudert die Konkurrenz teils zurück: Lamborghini etwa stoppte das geplante Elektro-SUV „Lanzador“ wegen mangelnder Nachfrage. Ein Zeichen für die Unsicherheit im Markt.
Mit einem Minus von über 10 Prozent seit Jahresbeginn und einem Kurs von zuletzt 94,76 Euro spiegelt die Aktie die angespannte Gesamtlage wider. Die Entscheidung über die Bonuszahlungen dürfte nach der Betriebsratswahl Anfang nächster Woche richtungsweisend sein – nicht nur für die Belegschaft, sondern auch für das Vertrauen in die Konzernführung.
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