Volkswagen Aktie: US-Pläne wackeln
VW-Chef Blume stellt Finanzierbarkeit eines US-Audi-Werks infrage. Hohe Zölle zwingen zu einer Denkpause, während Lockerungen bei EU-CO2-Vorgaben für kurzfristige Entlastung sorgen.

- US-Zölle gefährden Wirtschaftlichkeit des Audi-Werks
- EU lockert CO2-Vorgaben und verhindert Strafzahlungen
- Aktie erholt sich nach regulatorischer Entlastung
- Strategische Klärung auf Jahrespressekonferenz erwartet
VW-Chef Oliver Blume tritt auf die Bremse: Die geplante Großinvestition für ein Audi-Werk in den USA steht auf der Kippe. Hohe Zölle lassen das Projekt unter den aktuellen Bedingungen kaum noch finanzierbar erscheinen, was den Konzern zu einer strategischen Denkpause zwingt. Droht der US-Expansion die Puste auszugehen, bevor sie richtig begonnen hat?
- Investitionsstopp: CEO stellt Finanzierbarkeit des US-Audi-Werks infrage.
- Kostenlast: US-Zölle verursachten bereits 2025 hohe Belastungen.
- Lichtblick: Lockerung der EU-CO2-Vorgaben verhindert drohende Strafzahlungen.
Zölle gefährden Strategie
Die Warnung aus der Wolfsburger Zentrale ist deutlich. Oliver Blume erklärte in einem Interview, dass die Errichtung der neuen Fertigungsstätte in den Vereinigten Staaten bei unveränderter Zollbelastung derzeit wirtschaftlich nicht darstellbar sei. Das Unternehmen fordert kurzfristige Entlastungen und verlässliche Rahmenbedingungen, bevor endgültige Fakten geschaffen werden.
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Der Hintergrund ist finanzieller Natur: Bereits in den ersten neun Monaten des Jahres 2025 haben die US-Abgaben den Konzern signifikante Summen gekostet. Die ursprüngliche Kalkulation, durch lokale Produktion Währungsrisiken und Zölle zu umgehen, geht ohne politische Anpassungen momentan nicht auf. Damit steht eine zentrale Säule der globalen Wachstumsstrategie vorerst unter Vorbehalt.
Regulatorische Atempause in Europa
Während der Gegenwind über dem Atlantik zunimmt, entspannt sich die Lage auf dem Heimatmarkt etwas. Die Europäische Union hat ihre CO2-Emissionsvorgaben angepasst, was Volkswagen zugutekommt.
Durch diese regulatorische Lockerung dürften dem Automobilbauer empfindliche Strafzahlungen erspart bleiben, die bei einer Verfehlung der Flottenziele fällig geworden wären. Zwar handelt es sich dabei eher um einen zeitlichen Aufschub, da die Emissionen in den Folgejahren ausgeglichen werden müssen, doch kurzfristig verschafft dies dem Management den dringend benötigten finanziellen Spielraum.
Anleger reagieren erleichtert
Trotz der Unsicherheiten im US-Geschäft honorieren Marktteilnehmer die Entlastung auf der regulatorischen Seite. Die Aktie konnte sich in der vergangenen Woche deutlich erholen und verzeichnete ein Plus von 7,25 Prozent. Mit einem Schlusskurs von 104,35 Euro nähert sich das Papier wieder der Marke von 105 Euro, wenngleich die Performance seit Jahresanfang mit einem leichten Minus von 1,83 Prozent noch die vorangegangene Skepsis widerspiegelt.
Der Fokus richtet sich nun auf den 10. März 2026. Auf der anstehenden Jahrespressekonferenz muss der Vorstand konkretisieren, wie er den Spagat zwischen den protektionistischen Hürden in den USA und den verschobenen Klimazielen in Europa langfristig meistern will.
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