Volkswagen Aktie: US-Rückruf drückt Stimmung
Ein Softwarefehler bei Rückfahrkameras führt zu einem umfangreichen Rückruf in den USA und setzt die Volkswagen-Aktie unter Druck, während die Bewertung niedrig bleibt.

- Rückruf von über 500.000 Fahrzeugen in den USA
- Softwarefehler betrifft Rückfahrkamera-Anzeige
- Aktienkurs verliert deutlich auf Wochensicht
- Fundamentale Bewertung erscheint günstig
Schlechte Nachrichten aus dem wichtigen US-Markt sorgen in Wolfsburg für Gegenwind. Ein großangelegter Rückruf von über einer halben Million Fahrzeugen trifft die Volkswagen-Aktie in einer ohnehin fragilen charttechnischen Phase. Während der Kurs wichtige Unterstützungslinien testet, stellt sich für Anleger die Frage, ob die fundamentale Bewertung mittlerweile günstig genug für einen Einstieg ist.
Das Wichtigste im Überblick:
* Rückruf: Über 500.000 Fahrzeuge von VW, Audi und Porsche müssen in die Werkstatt.
* Ursache: Softwarefehler bei der Rückfahrkamera erhöht das Unfallrisiko.
* Kursreaktion: Die Aktie verlor auf Wochensicht über 4 Prozent.
* Bewertung: Das KGV liegt aktuell bei niedrigen 7,8.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Volkswagen?
Software-Probleme belasten US-Geschäft
Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA hat Fakten geschaffen: Aufgrund eines Softwarefehlers, der die Anzeige der Rückfahrkamera beeinträchtigen kann, muss der Konzern eine massive Rückrufaktion starten. Betroffen sind Modelle der Baujahre 2019 bis 2026.
Konkret müssen 356.649 Fahrzeuge der Marken Volkswagen und Audi sowie 173.538 Porsche-Modelle ein Software-Update erhalten. Zwar können Händler das Problem per Update beheben, doch die Nachricht drückt auf die Stimmung. Solche Qualitätsmängel kosten nicht nur Geld für die Abwicklung, sondern kratzen auch am Image im wettbewerbsintensiven US-Markt.
Charttechnik: Unterstützung wackelt
Die negative Nachrichtenlage spiegelt sich im Kursverlauf wider. Die Aktie notiert aktuell bei 102,00 Euro und hat damit auf Wochensicht 4,05 Prozent an Wert eingebüßt. Technisch ist die Situation angespannt: Der Kurs rutschte zuletzt unter die kurzfristig relevante 38-Tage-Linie, was den Verkaufsdruck erhöhte.
Dennoch gibt es Signale für eine mögliche Stabilisierung. Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist auf einen Wert von 27,8 gefallen. Ein Wert unter 30 gilt in der technischen Analyse als überverkauft, was oft einer kurzfristigen Gegenbewegung vorausgeht. Zudem bildete sich im Chart eine sogenannte “Hammer”-Formation, die von Marktteilnehmern häufig als potenzielles Umkehrsignal interpretiert wird. Die nächste wichtige Unterstützung bietet nun der 50-Tage-Durchschnitt bei 101,31 Euro.
Analysten uneins, Bewertung niedrig
Fundamental betrachtet erscheint der Titel attraktiv bewertet. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 7,8 und einem Kurs-Buchwert-Verhältnis von 0,29 handelt die Aktie deutlich unter ihrem historischen Durchschnitt. Auch die Dividendenrendite von 5,9 Prozent lockt wertorientierte Anleger an.
Die Analystengemeinde bleibt jedoch gespalten. Während die Deutsche Bank zuletzt noch zum Kauf riet, stufte die UBS den Titel im März mit “Sell” ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 112,45 Euro, was vom aktuellen Niveau aus noch Luft nach oben lässt.
Fazit
Die Kombination aus technischer Schwäche und negativen Nachrichten aus den USA hat die Volkswagen-Aktie kurzfristig belastet. Für eine nachhaltige Wende müssen die Bullen nun die Marke von 102 Euro verteidigen und den überverkauften Zustand abbauen. Spätestens am 10. März 2026, wenn der Konzern seine nächsten Quartalszahlen vorlegt, werden Investoren sehen, ob die günstige Bewertung gerechtfertigt ist oder ob weitere operative Risiken im Raum stehen.
Volkswagen-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Volkswagen-Analyse vom 9. Januar liefert die Antwort:
Die neusten Volkswagen-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Volkswagen-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 9. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Volkswagen: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




