Volkswagen bekommt mehr Zeit

Der Volkswagen-Konzern bekommt bei der Bereinigung von Dieselgate in den USA ein bisschen mehr Zeit. Das hat nun der zuständige Richter festgelegt, der über eingereichte Sammelklagen in San Franzisco entscheiden muss.

© Volkswagen
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Die Marschrichtung bei den Sammelklagen in den USA ist klar: Der zuständige Richter Charles Breyer hatte schon bei früheren Anhörungen im Verfahren klar gemacht, dass er sich beim angestrebten Kompromiss zwischen Volkswagen und seinen Kunden in der Abgas-Affäre vorstellen könnte, dass die Kunden zwischen einer Rückgabe de Autos oder einer technischen Behebung der Manipulationen entscheiden können. Zusätzlich dazu soll es aber auf jeden Fall eine finanzielle Entschädigung geben.

Volkswagen braucht Einigung

Wie hoch diese ausfallen soll, darüber verhandeln derzeit der Konzern und die jeweiligen Anwälte mit Hilfe eines Mediators. Richtig vorangekommen ist man dabei noch nicht, so dass der Richter nun festlegte, statt der bisherigen Frist bis 21. Juni nun eine einvernehmliche Einigung bis 28. Juni zu erwarten.

Man kann davon ausgehen, dass die Anwälte bislang eine höhere Entschädigung verlangen, als es die bisher zurückgestellten rund 16,2 Mrd. Euro von Volkswagen zuließen. Doch der Autobauer ist in diesem Verfahren klar der Schwächere. Denn gibt es keine Einigung, droht ein echtes Verfahren, das am Ende noch teurer für den Konzern werden könnte.

Aktie weiter unter Druck

Dass man nun vom Richter mehr Zeit bekommen hat, dürfte darauf hinweisen, dass hier allen an einer gütlichen und schnellen Einigung gelegen sein dürfte. An der Börse wird dies zwar wahrgenommen, doch reicht das aktuell kaum aus, um die Volkswagen-Aktie aufzufangen. Sie zeigt sich heute mit dem Gesamtmarkt erneut schwach und läuft nun Gefahr, auch die 100-Tage-Linie nach unten zu durchbrechen.

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