Vonovia Aktie: 15 Millionen Abfindung für Buch beschlossen
Vonovia beschließt Dividende, doch die hohe Abfindung für den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Rolf Buch sorgt für Kritik und verdeckt die positive Ausschüttung.

- Dividende von 1,25 Euro beschlossen
- Kritik an Millionen-Abfindung für Ex-Chef
- Neuer CEO Luka Mucic stellt sich vor
- Aktie mit deutlichem Jahresverlust
Vonovia startet in den Ex-Dividende-Tag, aber die Ausschüttung ist nicht der einzige Gesprächsstoff. Nach der Hauptversammlung in Bochum rückt vor allem ein teures Abschiedspaket für Ex-Chef Rolf Buch in den Vordergrund. Die Dividende ist beschlossen, der Unmut über die Vergütung bleibt.
Dividende beschlossen, Kursabschlag folgt
Die Aktionäre haben die Dividende von 1,25 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025 bestätigt. Im Vorjahr lag die Ausschüttung bei 1,22 Euro. Die Auszahlung ist für den 26. Mai 2026 vorgesehen.
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Am heutigen Freitag handelt die Aktie erstmals ex Dividende. Der Abschlag wird technisch im Kurs berücksichtigt und sagt für sich genommen wenig über die operative Lage aus. Interessanter ist, wie der Markt die Kapitaldisziplin des Konzerns bewertet.
Bei der Abstimmung lag die Präsenz auf der Hauptversammlung bei 58,91 Prozent. Kritiker verwiesen auf das weiterhin anspruchsvolle Umfeld für Immobilienwerte. Hohe Finanzierungskosten, Schuldenabbau und Bilanzstärkung bleiben die zentralen Themen.
Abfindung sorgt für Druck
Der eigentliche Reibungspunkt war das Vergütungspaket für Rolf Buch. Aktionärsschützer schätzen das Gesamtvolumen der Beendigungszahlungen auf rund 15 Millionen Euro. Enthalten sind eine Kern-Abfindung von etwa 5,8 Millionen Euro und eine Karenzentschädigung von rund 3,3 Millionen Euro für ein einjähriges Wettbewerbsverbot.
Besonders die Struktur stößt auf Kritik. Vertreter von Deka Investment und der DSW bemängelten, dass die Karenzentschädigung offenbar nicht auf die Abfindung angerechnet wurde. Hinzu kommen über 210.000 virtuelle Aktien, die Ende 2027 bar abgerechnet werden sollen.
Für Vonovia ist das heikel. Der Konzern verlangt vom Kapitalmarkt Vertrauen in Kostendisziplin und Schuldenabbau. Ein millionenschweres Abschiedspaket passt schwer in diese Erzählung, selbst wenn es formal abgesichert sein sollte.
Mucic setzt neue Akzente
Der neue Vorstandschef Luka Mucic trat erstmals auf einer Vonovia-Hauptversammlung vor die Aktionäre. In seiner Rede betonte er die gesellschaftliche Verantwortung des Konzerns. Der Fokus soll stärker auf Effizienz, Klimaschutz und bezahlbarem Wohnraum liegen.
Auch im Aufsichtsrat gab es Bewegung. Dr. Anne-Marie Großmann-Minkwitz wurde neu in das Kontrollgremium gewählt. Jürgen Fenk erhielt eine weitere Amtszeit.
An der Börse bleibt das Bild angespannt. Der Schlusskurs vom Donnerstag lag bei 22,42 Euro, seit Jahresanfang steht ein Minus von 7,05 Prozent zu Buche. Über zwölf Monate verlor die Aktie 22,07 Prozent.
Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt beträgt 10,83 Prozent, während der RSI mit 56,0 keine extreme Übertreibung signalisiert. Die Aktie notiert damit nicht im freien Fall, aber auch klar unter wichtigen mittelfristigen Vergleichswerten.
Fundamental bleibt der Bewertungsabschlag auffällig. Der EPRA NTA wurde zuletzt mit 46,57 Euro je Aktie angegeben, deutlich über dem Börsenkurs. Der Markt preist damit weiter hohe Zinslasten und Umsetzungsrisiken ein.
Im ersten Quartal 2026 stieg der Zinsaufwand erneut um etwa 20 Millionen Euro. Genau hier liegt der Prüfstein für Mucic: Die angekündigte Effizienzagenda muss sichtbar in Bilanz und Cashflow ankommen. Kurzfristig folgt nun die Dividendenzahlung, mittelbar rückt die Glaubwürdigkeit des neuen Managements in den Mittelpunkt.
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