Vonovia Aktie: 630 Millionen aus Vermietung

Vonovia überzeugt im ersten Quartal mit höheren Mieteinnahmen und geringem Leerstand. Der Schuldenabbau bleibt das zentrale Thema für Anleger.

Die Kernpunkte:
  • Organische Mietsteigerung um vier Prozent
  • Wohnungsleerstand liegt bei nur zwei Prozent
  • Schuldenquote von 45 Prozent soll sinken
  • Goldman Sachs hebt Kursziel für Aktie an

Steigende Anleiherenditen setzen den Immobiliensektor massiv unter Druck. Die zehnjährige Bundesanleihe markierte zuletzt ein Jahreshoch. Vonovia hält in diesem rauen Klima operativ dagegen. Der Bochumer DAX-Konzern punktet im ersten Quartal 2026 mit robusten Zahlen.

Am Mittwoch zeigt sich die Aktie mit 22,16 Euro leicht im Plus. Auf Jahressicht spiegelt der Kurs die Branchenkrise wider. Seit Januar steht ein Minus von rund acht Prozent auf der Kurstafel.

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Mieten steigen, Leerstand minimal

Im Kerngeschäft läuft es für Deutschlands größten Vermieter rund. Das bereinigte operative Ergebnis aus der Vermietung kletterte auf 630 Millionen Euro. Treiber war eine organische Mietsteigerung von vier Prozent. Die Wohnungen sind mit einer Quote von fast 98 Prozent praktisch voll vermietet.

Auch wohnungsnahe Dienstleistungen warfen deutlich mehr Gewinn ab. Das gesamte Gruppen-EBITDA stieg bereinigt um Sondereffekte wie Grundstücksverkäufe um zehn Prozent. Unbereinigt lag der Wert bei 712 Millionen Euro.

Schuldenabbau bleibt Priorität

Trotz der operativen Stärke blicken Anleger kritisch auf die Bilanz. Der Verschuldungsgrad lag Ende März bei rund 45 Prozent. Bis 2028 will das Management die Schuldenlast spürbar senken.

Das Ziel: eine schlankere Struktur. Dafür plant Vonovia im laufenden Jahr den Verkauf von bis zu 3.500 Wohneinheiten. Der innere Wert des Immobilienvermögens stieg parallel dazu leicht an. Er liegt nun bei 46,57 Euro je Aktie.

Die Börse bewertet das Unternehmen aktuell mit einem massiven Abschlag zu diesem Substanzwert. Goldman Sachs reagierte auf die Fortschritte beim Schuldenabbau positiv. Die US-Investmentbank hob am Mittwoch ihr Kursziel an.

Für das Gesamtjahr 2026 peilt Vonovia ein bereinigtes EBITDA von rund drei Milliarden Euro an. Die operative Basis stimmt. Nun muss der Vorstand bei den geplanten Wohnungsverkäufen liefern. Diese Transaktionen sind der Schlüssel, um die Bilanz zügig zu entlasten.

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