Vonovia Aktie: Ex-CEO glaubt an Comeback
Der scheidende Vonovia-CEO Rolf Buch investierte persönlich in Call-Optionen, die erst bei einem deutlichen Kursanstieg profitieren. Dieses Signal steht im Kontrast zur schwachen Börsenperformance des Immobilienkonzerns.

- Ex-CEO kauft Optionsscheine mit Basispreis von 28 Euro
- Aktie notiert nahe Jahres-Tief nach deutlichem Wochenverlust
- Solide operative Daten trotz schwacher Börsenperformance
- Neue Führung unter Luka Mucic übernimmt in schwieriger Phase
Der Aktienkurs von Vonovia kämpft mit Jahrestiefs, doch der langjährige Chef verabschiedete sich zum Jahreswechsel mit einem optimistischen Signal. Kurz vor seinem Ausscheiden investierte Ex-CEO Rolf Buch in Call-Optionen auf den Immobilienkonzern. Während der Markt skeptisch bleibt, setzt der ehemalige Top-Manager sein eigenes Geld auf eine spürbare Erholung.
- Insider-Deal: Ex-CEO Rolf Buch kauft 38.000 Call-Optionen kurz vor Amtsübergabe.
- Kursziel: Das Investment profitiert erst bei Kursen deutlich über dem aktuellen Niveau.
- Marktlage: Aktie notiert mit 24,06 Euro in Schlagdistanz zum 52-Wochen-Tief.
Ein bullishes Abschiedsgeschenk
Rolf Buch, der den Konzern zum 31. Dezember 2025 verließ, nutzte die letzten Tage seiner Amtszeit für eine offensive Transaktion. Am 29. Dezember erwarb er über die Eurex Call-Optionen mit einem Gesamtvolumen von rund 60.200 Euro. Entscheidend ist hierbei die Struktur des Geschäfts: Mit einem Basispreis (Strike) von 28 Euro und einer Laufzeit bis Dezember 2027 spekuliert Buch auf einen Kursanstieg von mindestens 16 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau, nur um den Basispreis zu erreichen. Damit die Position Gewinne abwirft, muss die Aktie noch deutlich höher klettern.
Realität an der Börse sieht anders aus
Dieses Vertrauensvotum steht im scharfen Kontrast zur aktuellen Marktstimmung. Die Vonovia-Aktie schloss am Freitag bei 24,06 Euro und verlor auf Wochensicht satte 12,72 Prozent. Der Titel handelt damit nur knapp über dem 52-Wochen-Tief von 23,67 Euro.
Technisch betrachtet dominieren die Bären das Geschehen. Der Kurs notiert weit unter den wichtigen Trendindikatoren; der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt inzwischen über 12 Prozent. Auch der RSI von 37,3 deutet auf eine angeschlagene Verfassung hin, wenngleich er sich dem überverkauften Bereich annähert.
Operative Stärke als Basis?
Marktbeobachter werten den Kauf als Indiz dafür, dass die fundamentale Bewertung des Unternehmens und der Börsenkurs aus Sicht des Managements auseinanderklaffen. Trotz der Kursschwäche lieferte Vonovia zuletzt solide Daten:
* Das operative Ergebnis (Adjusted EBITDA Rental) stieg in den ersten neun Monaten 2025 um 2,5 Prozent.
* Der Free Cash Flow legte sogar um über 27 Prozent zu.
* Die Leerstandsquote bleibt mit 2,2 Prozent auf einem sehr niedrigen Niveau.
Für das Gesamtjahr 2026 stellt der Konzern zudem einen weiteren Gewinnanstieg in Aussicht. Diese Diskrepanz zwischen operativer Entwicklung und Aktienperformance könnte der Treiber für Buchs Optimismus sein.
Neuer Chef übernimmt das Ruder
Seit dem 1. Januar 2026 liegt die Verantwortung nun bei Luka Mucic. Der ehemalige SAP-Finanzvorstand übernimmt in einer herausfordernden Phase. Während die Zahlen stimmen, muss er das Vertrauen des Kapitalmarktes zurückgewinnen. Dass ihm nun Katja Wünschel ab Juni als neue Chief Development Officer zur Seite steht, komplettiert den Umbau der Führungsriege.
Für Anleger wird der Januar richtungsweisend: Bereits in der kommenden Woche präsentiert sich der Konzern auf Konferenzen in London und Lyon. Dort muss der neue CEO Mucic beweisen, ob er die Story des “unterbewerteten Substanzwertes”, auf die sein Vorgänger setzt, glaubhaft an Investoren verkaufen kann.
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