Vonovia Aktie: Verkäufe als Ausweg?

Vonovia präsentiert unter neuem CEO solide operative Ergebnisse, doch der Aktienkurs fällt auf ein Jahrestief. Der Fokus des Marktes liegt auf der Umsetzung des angekündigten Schuldenabbaus.

Die Kernpunkte:
  • Solide Mieteinnahmen und steigende Gewinne im Berichtsjahr
  • Schuldenquote soll bis 2028 deutlich reduziert werden
  • Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Tief
  • Dividende steigt leicht auf 1,25 Euro je Aktie

Solide Mieteinnahmen, steigende Gewinne – und trotzdem ein neues 12-Monats-Tief. Vonovias erster Jahresbericht unter CEO Luka Mucic lieferte operativ überzeugende Zahlen, doch die Börse quittierte die Ergebnisse mit einem deutlichen Kursrückgang. Der Grund: Die Schuldenlast bleibt das dominierende Thema.

Schuldenabbau als Hauptaufgabe

Der Konzern will die Beleihungsquote von derzeit 45,4 Prozent auf rund 40 Prozent drücken und die Nettoverschuldung bis Ende 2028 unter das Zwölffache des Jahresgewinns senken – aktuell liegt sie bei 13,8x EBITDA. Um dieses Ziel zu erreichen, prüft Vonovia laut eigenen Angaben „sämtliche Optionen“: Immobilienverkäufe, aber auch Minderheitsbeteiligungen an nicht-strategischen Investments im In- und Ausland.

Das Vermietungsgeschäft selbst liefert dabei eine solide Basis. Die monatliche Durchschnittsmiete stieg 2025 auf 8,38 Euro pro Quadratmeter, ein organisches Mietwachstum von 4,1 Prozent. Die Vermietungsquote lag bei 97,9 Prozent. Das bereinigte EBITDA kletterte auf 2,8 Milliarden Euro, das bereinigte EBT auf 1,9 Milliarden Euro.

Anleihen und Dividende

Auf der Finanzierungsseite hat Vonovia bereits vorgearbeitet. Im November 2025 platzierte der Konzern Eurobonds über 2,25 Milliarden Euro zu durchschnittlich 3,96 Prozent – die Emission war 3,4-fach überzeichnet. Ende Februar folgte eine Yen-Anleihe, die kurzfristige Euro-Verbindlichkeiten bis 2027 ablösen soll. Diese Maßnahmen strecken die Fälligkeitsstruktur und reduzieren das Refinanzierungsrisiko in den nächsten zwei Jahren spürbar.

Für Aktionäre gibt es zumindest eine kleine Aufbesserung: Die Dividende steigt um 2,5 Prozent auf 1,25 Euro je Aktie. Für 2026 erwartet Vonovia ein bereinigtes EBITDA zwischen 2,95 und 3,05 Milliarden Euro.

Kurs auf neuem Tiefstand

Die Aktie schloss zuletzt bei 21,31 Euro – ein neues 52-Wochen-Tief und rund 30 Prozent unter dem Hoch vom Mai 2025. Der Markt wartet offenbar auf mehr als Ankündigungen: Wie schnell und zu welchen Preisen Vonovia Portfolioverkäufe tatsächlich umsetzen kann, dürfte die entscheidende Variable sein. Die Q1-Zahlen am 7. Mai und die Hauptversammlung am 21. Mai in Bochum werden zeigen, ob aus dem angekündigten Entschuldungspfad konkrete Transaktionen werden.

Vonovia-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vonovia-Analyse vom 22. März liefert die Antwort:

Die neusten Vonovia-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vonovia-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 22. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Vonovia: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Vonovia