VTG mit Bremswirkung

Der VTG-Konzern präsentierte seine Geschäftszahlen für das vergangene Jahr. Insgesamt fielen die Zahlen gut aus, blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück.

 

© VTG
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VTG zählt europaweit zu den führenden Waggonvermiet- und Schienenlogistikunternehmen. Strategisch nutzt das Unternehmen alle Möglichkeiten, um Wachstum zu generieren und damit die eigene Position am Markt weiter auszubauen.

Insgesamt stieg der Konzernumsatz im vergangenen Jahr um 4,4% auf mehr als 818 Mio. Euro. Das EBITDA lag mit einem Plus von 4% gegenüber dem Vorjahr bei 191 Mio. Euro. Beim EBIT verzeichnete VTG ein Plus von 7,4% und ereichte damit 83,5 Mio. Euro. Das Konzernergebnis kletterte auf 18,8 Mio. Euro, eine Steigerung von 9,2%. Die Eigenkapitalquote erreichte zum Jahresende 20,3%.

Investitionen standen 2014 stark im Vordergrund. VTG investierte kräftig in den Ausbau ihrer Flotte. Für neue und gebrauchte Waggons wurden mehr als 219 Mio. Euro ausgegeben.

 

VTG sieht Russland als Sorgenkind

Nicht ganz zufrieden stellend verlief die Entwicklung im Geschäftsbereich Schienenlogistik. Hier war man zu Beginn des letzten Jahres ein Joint Venture durch die Übernahme von Schienenlogistikaktivitäten von Kühne + Nagel eingegangen mit dem Ziel einer Ausweitung in geographischer und personeller Hinsicht sowie im Hinblick auf die Kundengruppen.

Diese Entwicklung blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück. Als Grund hierfür nannte VTG die politischen Entwicklungen in Russland und der Ukraine. Durch den anhaltenden Konflikt der beiden Länder kamen der Verkehr in diesen Regionen fast zum Erliegen. Aber auch ein stärkerer Wettbewerb bei Transporten von Flüssiggütern wirkte sich negativ aus.

Der Umsatz in diesem Bereich wuchs durch die vorgenannte Übernahme um knapp 8% auf 298,4 Mio. Euro. Das EBITDA sank jedoch nach 3,8 Mio. Euro im Jahr zuvor nun bei -0,2 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge betrug -0,9%.

Im Geschäftsbereich Tankcontainerlogistik lag der Umsatz mit fast 151 Mio. Euro fast auf dem Niveau des Vorjahres. Auch der Bereich Waggonvermietung konnte punkten. Hier stieg der Umsatz um 3,7% auf 332,9 Mio. Euro.

 

Übernahme soll sich auszahlen

Für das laufende Jahr erwartet VTG eine gute Entwicklung. Der Umsatz soll zwischen 1 und 1,1 Mrd. Euro liegen. Das EBITDA wird zwischen 325 bis 350 Mio. Euro gesehen.

Der Vorstand wird zur Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von 0,45 Euro vorschlagen. Die entspricht bei heutigem Aktienkurs einer Rendite von 2%.

Der Markt reagierte verhalten auf die Zahlen, sodass die Aktie um mehr als 2% an Wert verlor und damit auf ein neues 4-Wochen-Tief fiel.

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Dieser Trend sollte jedoch nicht lange anhalten, denn wirklich schlecht waren die gemeldeten Zahlen nun wirklich nicht. Positiv sollte sich auch die Übernahme der AAE auf die Geschäfte auswirken. Dadurch wurde der Waggonpark deutlich erweitert und damit auch das Angebot vergrößert. Wir raten zum weiteren Halten.

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