Vulcan Energy Aktie: 2,2 Milliarden für Lionheart-Bau

State Street senkt Stimmrechtsanteil an Vulcan Energy unter die Meldeschwelle. Das Unternehmen treibt derweil das 2,2-Milliarden-Euro-Projekt Lionheart voran.

Die Kernpunkte:
  • State Street rutscht unter Drei-Prozent-Marke
  • Fokus auf Lionheart-Projekt im Rheingraben
  • 2,2 Milliarden Euro für Lithiumproduktion
  • Aktie notiert deutlich unter 200-Tage-Linie

Der Finanzriese State Street passt sein Portfolio an. Bei Vulcan Energy rutscht der Anteil der Stimmrechte knapp unter eine wichtige Meldeschwelle. Das ist ein reiner Routinevorgang. Für das Lithium-Unternehmen passiert das in einer entscheidenden Bauphase.

Am Freitag machte Vulcan Energy die Veränderung offiziell. State Street hält nun exakt 2,90 Prozent der Stimmrechte. Die magische Drei-Prozent-Marke fiel bereits am 12. Juni. Das deutsche Wertpapierhandelsgesetz schreibt solche Meldungen zwingend vor.

Das Milliarden-Projekt im Rheingraben

Das Management konzentriert sich voll auf das Lionheart-Projekt im Oberrheingraben. Dort will Vulcan Energy klimaneutrales Lithiumhydroxid und erneuerbare Energien produzieren. Ein gewaltiges Finanzierungspaket sichert den Bau ab. Insgesamt stehen 2,2 Milliarden Euro bereit.

Die Anlage soll jährlich 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid liefern. Parallel dazu erzeugt das Kraftwerk 275 Gigawattstunden Strom. Hinzu kommen große Mengen an nutzbarer Wärme. Europa will mit solchen Projekten unabhängiger von kritischen Rohstoffen werden.

Aktie sucht den Boden

An der Börse spiegelt sich dieser operative Fortschritt kaum wider. Die Aktie beendete die Handelswoche bei 2,07 Euro. Seit Jahresbeginn summiert sich der Verlust auf gut 20 Prozent. Damit notiert das Papier deutlich unter der wichtigen 200-Tage-Linie.

Der Abstand zum langfristigen Durchschnitt bleibt massiv. Immerhin hält die Unterstützung aus dem Frühjahr. Das im März markierte Jahrestief bei 1,77 Euro ist aktuell nicht in Gefahr. Ein neutraler RSI-Wert deutet auf eine vorläufige Stabilisierung hin.

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