Vulcan Energy Aktie: 72% der Produktion abgesichert
Vulcan Energy treibt Bohrungen voran, während die entscheidende Finanzierung über 2,2 Milliarden Euro im laufenden Quartal abgeschlossen werden soll.

- Bohrung LSC-2 erreicht Zieltiefe
- 72 Prozent Produktion vertraglich gesichert
- Finanzierungspaket über 2,2 Milliarden Euro
- Hauptversammlung am 28. Mai in Perth
Vulcan Energy geht in eine ungewöhnlich dichte Nachrichtenphase. In Deutschland wächst das technische Fundament des Lithiumprojekts, in Perth rückt die Hauptversammlung näher. Dazwischen steht die Finanzierung über 2,2 Milliarden Euro, ohne die der nächste große Schritt schwer wird.
Bohrungen stützen das Projekt
Am Lionheart-Projekt kommt Vulcan operativ voran. Die Bohrung LSC-2 hat die Endtiefe von 3.000 Metern erreicht, Tests sind für das zweite Quartal 2026 vorgesehen. Eine frühere Bohrung lieferte Durchflussraten von bis zu 125 Litern pro Sekunde und stützt damit die Annahmen zum Ressourcenpotenzial.
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Parallel dazu erweitert Vulcan die geologische Datenbasis. Eine luftgestützte Gravimetrie- und Magnetikmessung über Lizenzen in Ortenau und Rheinland-Pfalz ist abgeschlossen, die Arbeiten in Hessen sollen im Mai folgen. Ziel ist es, Störungszonen im Untergrund genauer zu kartieren und künftige Explorationsschritte besser zu planen.
In der zweiten Jahreshälfte soll die Bohranlage V10 an einen vierten Produktionsstandort verlegt werden. Dort sind weitere Bohrungen samt Nebenbohrungen vorgesehen. Die Erdarbeiten an dem Standort haben bereits begonnen.
Abnahme gesichert, Finanzierung offen
Kommerziell ist die Lage robuster als der Aktienkurs vermuten lässt. Rund 72 Prozent der geplanten Produktion sind über Festpreis- oder Mindestpreisverträge abgesichert. Stellantis hat sich langfristig 128.000 Tonnen Lithiumhydroxid gesichert.
Weitere Abnehmer sind LG Energy Solution mit 31.000 Tonnen und Glencore mit bis zu 44.000 Tonnen. In Europa lagen die Preise für batteriefähiges Lithiumcarbonat zuletzt bei 20.500 Dollar je Tonne, Lithiumhydroxid kostete 19.800 Dollar. Beide Preise stiegen binnen einer Woche um 500 Dollar.
Der eigentliche Hebel bleibt die Projektfinanzierung. Ein Konsortium aus 13 Institutionen, darunter Exportkreditagenturen, die Europäische Investitionsbank sowie BNP Paribas, ING und UniCredit, hat ein Paket über 2,2 Milliarden Euro strukturiert. Vulcan peilt den Abschluss im laufenden Quartal an.
Bei einem Vollzug würden rund 1,2 Milliarden Euro an vorrangigen Krediten verfügbar. Hinzu kämen staatliche Zuschüsse im dreistelligen Millionenbereich. Der im April unterzeichnete Vertrag mit Siemens galt als letzter großer Liefervertrag für Lionheart; die übrigen wesentlichen Werkverträge wurden bereits zuvor geschlossen.
Hauptversammlung rückt näher
Auf der Hauptversammlung am 28. Mai in Perth dürften neben dem Zeitplan für die Finanzierung auch Governance-Themen eine Rolle spielen. Zwei Tranchen von Performance Rights sind verfallen, weil Bedingungen nicht erfüllt wurden. Das senkt zwar die potenzielle Verwässerung, signalisiert operativ aber verfehlte interne Zielmarken.
Konkret verfielen zuletzt 79.297 Rechte. Zuvor waren bereits 413.811 Performance Rights ausgelaufen. CEO Cris Moreno dürfte den Aktionären daher nicht nur technische Fortschritte erklären müssen, sondern auch den Pfad bis zur nächsten Bohrkampagne.
Die Aktie spiegelt diese gemischte Lage wider. Am Mittwoch notiert Vulcan bei 2,33 Euro, seit Jahresbeginn steht ein Minus von 10,80 Prozent. Der Kurs liegt über dem 50-Tage-Durchschnitt von 2,17 Euro, aber unter der 200-Tage-Linie von 2,60 Euro.
Canaccord Genuity bleibt optimistisch und nennt ein Kursziel von 4,45 Euro. Die Bank sieht die Lücke zwischen Projektfortschritt und Börsenbewertung als vorübergehend. Das dürfte spannend werden, wenn Finanzierung und Testdaten tatsächlich im selben Zeitfenster kommen.
Bis Ende des laufenden Quartals sollen die Tests von LSC-2 und der Finanzierungsabschluss folgen; die Hauptversammlung am 28. Mai bündelt Governance-Fragen und Zeitplan. Liefert Vulcan dort klare Angaben zu Kreditpaket und Bohrkampagne, bekommt der Markt erstmals wieder greifbare Meilensteine statt nur Projektlogik.
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