Vulcan Energy Aktie: Baubeginn am zweiten Standort
Vulcan Energy beginnt Bauarbeiten am Projekt Trappelberg und profitiert von einer Royalty-Befreiung in Rheinland-Pfalz bis 2030, was die Wirtschaftlichkeit des Lithium-Vorhabens steigert.

- Befreiung von Abgaben für Lithiumproduktion bis 2030
- Baubeginn am zweiten Standort Trappelberg bei Landau
- Projekt ist vollständig mit 2,2 Mrd. Euro finanziert
- Langfristige Abnahmeverträge mit großen Industriekunden
Rhineland-Palatinate hat Vulcan Energy Resources eine Royalty-Befreiung für die Lithiumproduktion gewährt — gültig bis Ende 2030. Das verbessert die Wirtschaftlichkeit des Lionheart-Projekts spürbar. Zeitgleich hat das Unternehmen am zweiten Bohrstandort Trappelberg bei Landau offiziell mit den Bauarbeiten begonnen.
Abgabenfreiheit als Rückenwind
Rhineland-Palatinate hat die Befreiung nach Paragraf 32.2 des Bundesberggesetzes erteilt. Für die ersten fünf Jahre der Lithiumproduktion entfallen damit Royalty-Zahlungen vollständig. Ein Jahr vor Ablauf der Frist folgt eine Überprüfung.
Für Geothermie gilt bereits seit 2009 eine vergleichbare Regelung im Bundesland. Die Ausweitung auf Lithium ist kein Zufall: Lionheart kombiniert Lithiumförderung mit erneuerbarer Energieerzeugung. Behörden und Industrie ziehen hier erkennbar am gleichen Strang.
Das Projekt hat außerdem den Status eines Strategischen Projekts im Rahmen des EU-Critical-Raw-Materials-Act erhalten. Europa will seine Abhängigkeit von importiertem Lithium reduzieren — Lionheart ist Teil dieser Strategie.
Finanzierung steht, Bau läuft
Das Projekt ist vollständig finanziert. Im Dezember schloss Vulcan ein Finanzierungspaket über 2,2 Milliarden Euro ab, davon rund 1,19 Milliarden Euro als Fremdkapital. Die Produktionskapazität soll 24.000 Tonnen Lithiumhydroxidmonohydrat pro Jahr erreichen.
Auf der Absatzseite hat Vulcan verbindliche Zehnjahresverträge mit Stellantis, LG Corp, Umicore und Glencore abgeschlossen. Der Glencore-Vertrag allein umfasst bis zu 44.000 Tonnen über acht Jahre. Rund 72 Prozent des vertraglich gesicherten Volumens im ersten Jahrzehnt unterliegen Festpreis- oder Mindestpreisvereinbarungen.
Die Aktie legte am 13. April um 0,54 Prozent auf 4,74 australische Dollar zu. Auf Monatssicht steht ein Plus von 14 Prozent.
Quartalsbericht und Verwässerungsrisiko
Das Management hat offen eingeräumt, dass für den Weg zur ersten Produktion — geplant für 2028 — weiteres Kapital nötig sein wird. Das Verwässerungsrisiko bleibt damit ein gewichtiger Faktor für die Aktie.
Am 29. April legt Vulcan den Quartalsbericht vor. Es ist der erste detaillierte Finanzüberblick seit der finalen Investitionsentscheidung im Dezember. Am 15. April schließt das Nominierungsfenster für die Hauptversammlung, die am 28. Mai 2026 stattfindet. Beide Termine dürften zeigen, wie das Unternehmen mit dem Kapitalbedarf umgeht.
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