Vulcan Energy Aktie: Lionheart im Gegenwind?
53,7 Millionen Euro aus Eigenkapitalzusagen und 10,7 Millionen Euro Fördermittel flossen zu; Bohrtests stützen Vulcans Produktionsszenario.

- Eigenkapitalabrufe von 53,7 Millionen Euro
- Fördermittelzuflüsse von 10,7 Millionen Euro
- LSC-3a erreicht rund 64 Standardliter pro Sekunde
- Lionheart-Arbeiten im Zeit- und Kostenrahmen
Vulcan Energy verlor gestern in einem schwachen Umfeld für australische Lithiumaktien 11%. Medienberichten zufolge gerieten die Titel der Branche auf breiter Front unter Druck. Ein Bericht brachte die Branchenverluste des Vortags mit einem monatlichen Rückgang der Lithiumcarbonatpreise um nahezu 20% in Verbindung, ohne damit einen unternehmensspezifischen Auslöser für Vulcans Bewegung zu belegen.
Finanzierungsabrufe und Fördermittel eingegangen
Vulcan Energy meldete gestern im Tätigkeitsbericht für das im September beendete Quartal 2026 erste Abrufe aus strategischen Eigenkapitalzusagen. Diese summierten sich nach Unternehmensangaben auf 53,7 Millionen Euro. Hinzu kamen erhaltene Auszahlungen deutscher Fördermittel von insgesamt 10,7 Millionen Euro.
Zum Quartalsende belief sich der Bestand aus liquiden Mitteln und nach 90 Tagen zugänglichen Einlagen auf 209,4 Millionen Euro. Diese Bestandsangabe bezog sich auf den 30. September und damit auf den Abschluss des Berichtsquartals, nicht auf den Veröffentlichungstag.
Nach Angaben des Unternehmens verliefen die Bohr- und Bauarbeiten am Projekt Lionheart innerhalb des Zeitplans und des Budgets.
Bohrtest übertrifft Entwicklungsannahme
Einen konkreten technischen Fortschritt hatte Vulcan Energy am 15. Oktober für die Bohrung LSC-3a gemeldet. Der Test ergab unter den geplanten Betriebsbedingungen eine Matrix-Reinjektionskapazität von ungefähr 64 Standardlitern pro Sekunde. Die Entwicklungsannahme für Lionheart lag bei ungefähr 40 Standardlitern pro Sekunde.
Im gestern veröffentlichten Quartalsbericht erklärte Vulcan außerdem, dass Tests an der siebten Bohrung nach dem Quartalsende die Matrixinjektion bestätigt hätten. Nach Einschätzung des Unternehmens stützten diese Ergebnisse das zugrunde gelegte Basisszenario für die Produktion.
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