Vulcan Energy Aktie: Machbarkeitsstudie für Ludwig abgeschlossen

Vulcan Energy plant Ludwig mit 21.100 Tonnen Jahreskapazität, erhält eine weitere Genehmigung und ordnet seine Führung neu.

Die Kernpunkte:
  • Ludwig-Studie sieht 21.100 Tonnen Jahresproduktion
  • Entwicklungskosten von 1,26 Milliarden Euro
  • Lionheart erhält zweite deutsche Produktionsgenehmigung
  • Angus Barker übernimmt Vorsitz im Board

Zwischen technischen Fortschritten bei der Rohstofferschließung und anhaltender Zurückhaltung an den Kapitalmärkten formiert sich Vulcan Energy neu. Während das Unternehmen seine Vorhaben im deutschen Oberrheingraben planerisch und personell vorantreibt, bleibt das Marktumfeld für angehende Lithiumproduzenten anspruchsvoll. Mit einem Schlusskurs von 1,38 Euro am Freitag verzeichnet das Papier seit Jahresanfang einen Rückgang von 46 Prozent.

Ausbaupläne für das Projekt Ludwig

Einen wichtigen Baustein der langfristigen Strategie bildet die zweite geplante Entwicklungsphase in Deutschland. Vor rund zwei Wochen schloss das Unternehmen die vorläufige Machbarkeitsstudie für das Vorhaben Ludwig ab. Vorgesehen ist ein Betrieb über drei Jahrzehnte mit einer jährlichen Produktion von 21.100 Tonnen batteriefähigem Lithiumkarbonat sowie der gleichzeitigen Gewinnung von erneuerbarer Wärme.

Mit der Studie zielt Vulcan Energy darauf ab, Synergien bei der künftigen Erschließung der Thermalsole zu nutzen und die Förderkapazitäten im rheinischen Tiefenwasser schrittweise zu erweitern. Die Ergebnisse sollen die Grundlage für spätere Investitionsentscheidungen und die kommerzielle Skalierung bilden.

Die dafür veranschlagten Entwicklungskosten beziffert die Studie auf 1,26 Milliarden Euro. Auf Basis vergleichbarer Produktionskapazitäten liegt dieser Wert rund 15 Prozent unter dem Investitionsbedarf für das Projekt Lionheart. Für das Vorhaben Ludwig kalkuliert die Untersuchung zudem einen internen Zinsfuß von 25 Prozent.

Genehmigungen und neue Führungsstruktur

Flankiert werden die Ausbauüberlegungen durch behördliche Fortschritte bei den bereits weiter fortgeschrittenen Anlagen. Für das Projekt Lionheart sicherte sich das Unternehmen vor gut einer Woche mit der Lizenz Ilka die zweite Genehmigung zur Lithiumproduktion in Deutschland. Die Zuteilung stärkt das bergrechtliche Fundament für die Rohstoffgewinnung am Oberrhein.

Parallel dazu passte das Unternehmen seine Leitungsstrukturen an die anstehenden Projektschritte an. Am vergangenen Montag übernahm Angus Barker die Position des Non-Executive Chair im Board. Dr. Francis Wedin, der zuvor als Executive Chair fungierte, wechselte zeitgleich in eine dezidierte Gründerrolle, um sich auf übergeordnete Entwicklungsaufgaben zu konzentrieren.

Verstärkung für das Aufsichtsgremium gab es zudem auf operativer Ebene: Vor rund einem Monat wurde Amanda Lacaze als unabhängiges, nicht geschäftsführendes Verwaltungsratsmitglied berufen. Lacaze war zuvor Managing Director und CEO von Lynas Rare Earths und bringt Erfahrung in der Erschließung kritischer Rohstoffe mit. Die Neubesetzungen sollen die Realisierung der deutschen Förderprojekte auf dem Weg zur kommerziellen Produktion absichern.

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