Vulcan Energy Aktie: Short-Quote auf 5,88 Prozent gestiegen

Leerverkäufer bauen Positionen gegen Vulcan Energy aus, während das Unternehmen die milliardenschwere Lionheart-Finanzierung vorantreibt.

Die Kernpunkte:
  • Short-Quote steigt auf 5,88 Prozent
  • Milliardenfinanzierung für Lionheart-Projekt gesichert
  • Aktie notiert unter 200-Tage-Durchschnitt
  • Management präsentiert auf Las-Vegas-Konferenz

Ausgerechnet in einer Schlüsselwoche für die globale Lithiumbranche bauen Leerverkäufer ihre Wetten gegen Vulcan Energy weiter aus. Die Short-Quote der ASX-notierten Gesellschaft ist auf 5,88 Prozent gestiegen — ein Anstieg von 0,72 Prozentpunkten gegenüber der Vorwoche.

Das Timing ist pikant. Vom 22. bis 25. Juni trifft sich die Lithiumbranche in Las Vegas zur Fastmarkets-Konferenz. Vulcan Energy ist dabei — und das Management dürfte dort einiges zu erklären haben.

Kurs unter Druck, Finanzierung gesichert

An deutschen Börsen notiert die Aktie bei rund 2,04 Euro. Das liegt deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von etwa 2,61 Euro. Seit Jahresbeginn hat das Papier rund 24 Prozent verloren.

Operativ sieht die Lage anders aus. Ende Mai schloss Vulcan Energy die Finanzierung für das Lionheart-Projekt ab — ein Paket über 2,2 Milliarden Euro. Das Geld fließt in den Bau von Phase Eins: eine Lithiumextraktionsanlage im rheinland-pfälzischen Landau und eine Lithiumchemieanlage im Industriepark Höchst in Frankfurt. Das Ziel: 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr ab 2028.

Institutionelle Bewegungen im Hintergrund

Parallel dazu zeigen aktuelle Meldungen Bewegung bei institutionellen Investoren. State Street Corporation hat seine Stimmrechte an Vulcan Energy auf 3,05 Prozent erhöht und damit die meldepflichtige Drei-Prozent-Schwelle wieder überschritten.

Anfang Juni erhielten außerdem mehrere Führungskräfte Aktien aus der Umwandlung von Performance-Rechten — darunter CEO Cris Moreno und Gründer Dr. Francis Wedin. Solche Transaktionen sind administrativer Natur, signalisieren aber: Das Unternehmen befindet sich mitten im Übergang von der Investitionsentscheidungsphase zur industriellen Umsetzung.

Die Las-Vegas-Konferenz bietet dem Management nun die Bühne, Investoren konkrete Fortschritte beim Lionheart-Projekt zu präsentieren. Ob das reicht, um die Leerverkäufer zu bremsen, wird sich an den Kursreaktionen der kommenden Tage ablesen lassen.

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