Vulcan Energy Aktie: Startschuss gefallen

Mit einem 2,2-Milliarden-Euro-Paket startet Vulcan Energy die Bauphase für sein Lithiumprojekt. Die Finanzierung durch Banken und HOCHTIEF ebnet den Weg zur geplanten Produktion von 24.000 Tonnen jährlich.

Die Kernpunkte:
  • Finanzierungspaket über 2,2 Milliarden Euro gesichert
  • Baukonzern HOCHTIEF ist größter Anteilseigner
  • Produktionsziel von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid
  • Bauarbeiten für Extraktionsanlage haben begonnen

Endlich wird es ernst im Oberrheingraben. Nach Jahren der Planung und Kapitalbeschaffung meldet Vulcan Energy den Übergang in die operative Ausführungsphase. Mit einem massiven Finanzierungspaket im Rücken rollen nun die Bagger für das Vorzeigeprojekt „Lionheart“ – doch kann das Unternehmen die hohen Erwartungen an die heimische Lithium-Produktion auch technisch erfüllen?

Milliarden-Finanzierung sichert Baustart

Der entscheidende Treibstoff für den Übergang vom Entwickler zum Produzenten ist die im Dezember 2025 finalisierte Finanzierung über 2,2 Milliarden Euro. Das Paket ist breit abgestützt: Neben kommerziellen Banken wie BNP Paribas und der Deutschen Bank-Tochter Postbank beteiligt sich die Europäische Investitionsbank (EIB) mit 250 Millionen Euro. Dies unterstreicht die strategische Bedeutung des Projekts für die europäische Rohstoffunabhängigkeit.

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Eine Schlüsselrolle nimmt dabei der Baukonzern HOCHTIEF ein. Das Unternehmen agiert nicht nur als Auftragnehmer, sondern investierte insgesamt 169 Millionen Euro und erhöhte seinen Aktienanteil auf 15,41 Prozent. Dieser Vertrauensbeweis eines industriellen Schwergewichts stabilisiert die Position von Vulcan erheblich. Zum Jahreswechsel wies Vulcan eine komfortable Cash-Position von 523,13 Millionen Euro aus, was den sofortigen Beginn der Bauarbeiten ermöglicht.

Operative Fortschritte und Risiken

Das Ziel der Phase Eins ist ambitioniert: Eine jährliche Produktion von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid, was rechnerisch für 500.000 Elektroauto-Batterien reicht. Der offizielle Spatenstich für die Extraktionsanlage in Landau ist bereits erfolgt. Parallel dazu wurden wichtige Verträge für den Rohrleitungsbau und die Geothermie-Anlage unterzeichnet.

Technisch gab es zuletzt Licht und Schatten. Tests an der neuen Bohrung LSC-1b im Januar bestätigten förderfähige Flussraten von bis zu 125 Litern pro Sekunde, was die Annahmen des Entwicklungsplans validiert. Gleichzeitig musste das Unternehmen jedoch eine Wertberichtigung von 7,8 Millionen Euro verbuchen. Grund waren Bohrkomplikationen am Standort Schleidberg – ein Warnsignal, das die geologischen Risiken solcher Tiefenbohrungen verdeutlicht.

Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

  • Finanzierungsvolumen: 2,2 Mrd. Euro
  • Produktionsziel: 24.000 Tonnen LHM pro Jahr
  • Projektlaufzeit: 30 Jahre
  • Großaktionär: HOCHTIEF (15,41 %)
  • Abnahmepartner: Glencore (bis zu 44.000 Tonnen)

Ausblick

Der Fokus verschiebt sich nun vollständig auf die exakte Einhaltung der Zeit- und Kostenpläne. Mit Abnahmeverträgen von Partnern wie Glencore ist die Nachfrageseite gesichert. Anleger sollten den nächsten Quartalsbericht Ende April 2026 im Auge behalten, der erste konkrete Einblicke in den Baufortschritt und die Kostenkontrolle der laufenden Arbeiten liefern wird.

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