Vulcan Energy Aktie: VULSORB erreicht 95 Prozent Effizienz
Fallende Lithiumpreise belasten die Aktie; Vulcan Energy bereitet Lionheart weiter vor und erhielt eine zweite Förderlizenz.

- Vorbörslicher Kursverlust von 3,4 Prozent
- Lithiumkarbonat im September bei 143.000 CNY
- Lionheart-Anlagenstart für 2028 vorgesehen
- Zweite Förderlizenz im Oberrheingraben erteilt
Im vorbörslichen Handel gerät Vulcan Energy heute im Sog eines schwächeren Branchenumfelds unter Druck. Das Papier verliert vorbörslich 3,4 Prozent auf 1,29 Euro. Damit nähert sich die Notierung ihrem 52-Wochen-Tief von 1,27 Euro an. Auslöser der Zurückhaltung bei Lithiumwerten sind sinkende Rohstoffpreise am Weltmarkt.
Medienberichten zufolge fiel der Preis für Lithiumkarbonat im September auf 143.000 CNY je Tonne. Das markiert den tiefsten Stand seit fast einem Monat. Belastet wird das Marktumfeld durch Aussichten auf steigende Fördermengen in Australien sowie politische Weichenstellungen für zusätzliche Liefermengen, die die robuste Nachfrage dämpfen.
Marktumfeld belastet Lithiumsektor
Die jüngste Preiskorrektur trifft Aktien aus dem gesamten Förder- und Verarbeitungssektor. Der Rückgang vom Mai-Höchststand sorgt für anhaltende Zurückhaltung bei den Marktteilnehmern. Zugleich liegt das Preisniveau für den Batterierohstoff weiterhin über dem Durchschnitt des Jahres 2025.
Für Projektentwickler steht dabei die Frage im Raum, wie sich die veränderten Rohstoffpreise auf die geplante Rentabilität auswirken. Vulcan Energy verfolgt im Oberrheingraben ein kombiniertes Konzept aus Geothermie und Lithiumgewinnung, um die heimische Industrie mit Batterierohstoffen und erneuerbarer Wärme zu versorgen.
Vorbereitungen für Projekt Lionheart
Ungeachtet der Marktschwankungen setzt das Unternehmen die Vorbereitungen für sein Hauptprojekt Lionheart fort. Nach dem Beginn der kommerziellen Produktion des Extraktionsmittels VULSORB soll das Material zusammen mit einem Partner über die kommenden 18 bis 24 Monate gefertigt werden. Das firmeneigene Adsorptionsmittel erreichte in Tests unter realen Bedingungen eine Extraktionseffizienz von bis zu 95 Prozent.
Das eigens entwickelte Verfahren soll die Unabhängigkeit der westlichen Lieferketten sichern. Die Inbetriebnahme der Extraktionsanlagen für Lionheart ist für das zweite Halbjahr 2028 geplant. Das Vorhaben liegt nach Unternehmensangaben im Zeitplan, während der Ausbau des Feldes planmäßig voranschreitet.
Genehmigungen und Ausbaupläne
Rückendeckung erhielt das Projekt zudem durch behördliche Entscheidungen. Vor rund zwei Wochen erteilte das rheinland-pfälzische Bergamt eine zweite Lithium-Förderlizenz im Oberrheingraben. Die Genehmigung erstreckt sich auf das Geothermiegebiet Landau, in dem bereits erneuerbare Wärme gewonnen wird.
Darüber hinaus treibt das Management die Planungen für eine spätere Erweiterung voran. Vor rund zwei Wochen legte Vulcan Energy eine vorläufige Machbarkeitsstudie für das Folgeprojekt Ludwig vor. Für diese Ausbaustufe wird eine jährliche Produktion von 21.100 Tonnen batteriefähigem Lithiumkarbonat angestrebt. Die endgültige Investitionsentscheidung ist für das Jahr 2029 nach dem Betriebsstart von Lionheart vorgesehen.
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