Vulcan Energy Aktie: VULSORB für Lizenzgeschäft produziert
Vulcan Energy fertigt VULSORB in Deutschland und bereitet die Lizenzvergabe vor, während Lionheart und Ludwig die Projektpipeline prägen.

- VULSORB-Fertigung in Deutschland angelaufen
- Lizenzmodell für internationale Betreiber geplant
- Lionheart-Start für 2028 vorgesehen
- Ludwig-Studie nennt 1,26 Milliarden Euro
Mit dem Beginn der kommerziellen Herstellung seines unternehmenseigenen Adsorptionsmittels VULSORB in Deutschland treibt Vulcan Energy seine Technologieausrichtung voran.
Über die unternehmenseigene Technologiesparte VULTEC plant das Unternehmen, das Material künftig selektiv an internationale Betreiber von Lithiumsole-Projekten zu lizenzieren. Damit erschließt sich das Unternehmen eine potenzielle Einnahmequelle jenseits der eigenen Kernprojekte im Oberrheingraben.
Strategische Alternative zu chinesischer Technologie
Hintergrund dieser Vermarktungsstrategie ist eine Verknappung auf den internationalen Rohstoffmärkten: China verhängte Anfang 2025 Ausfuhrkontrollen für Adsorptions- und Extraktionstechnologien im Bereich der direkten Lithiumgewinnung (A-DLE). Diese Beschränkungen erschweren globalen Minen- und Förderprojekten den Zugang zu etablierten Aufbereitungsverfahren.
VULSORB basiert auf Aluminat und erreicht nach Unternehmensangaben eine Lithium-Extraktionseffizienz von bis zu 95 Prozent. Da die Fertigung vollständig über eine europäische Lieferkette und auf Basis westlicher Schutzrechte erfolgt, positioniert sich Vulcan Energy als einer der wenigen westlichen Anbieter mit einer finanzierungsfähigen Alternative auf industriellem Niveau. Über die nächsten 24 Monate hinweg soll die Produktion im vollen Maßstab fortgeführt werden.
Verzahnung mit den Oberrhein-Projekten
Die Aufnahme der industriellen Materialfertigung dient operativ als Baustein für das Lithiumprojekt Lionheart, dessen Inbetriebnahme für das zweite Halbjahr 2028 avisiert ist. Für Lionheart hatte sich das Unternehmen vor rund zwei Wochen die zweite Förderlizenz mit der Bezeichnung Ilka für das Geothermiegebiet Landau gesichert, die nach einer sechsjährigen Laufzeit in eine mehr als 30 Jahre gültige Genehmigung übergehen soll.
Parallel treibt das Management um Managing Director Cris Moreno die weitere Pipeline voran. Für die zweite Phase, das Projekt Ludwig in der Region Ludwigshafen, legte Vulcan Energy eine vorläufige Machbarkeitsstudie vor. Diese beziffert das Entwicklungskapital auf real 1,26 Milliarden Euro und sieht über eine Betriebsdauer von 30 Jahren eine jährliche Fördermenge von 21.100 Tonnen batteriefähigem Lithiumcarbonat vor. Eine finale Investitionsentscheidung für Ludwig ist jedoch erst nach dem erfolgreichen Betriebsstart von Lionheart vorgesehen.
Reorganisation und Börsenbewertung
Auch personell stellte sich das Unternehmen neu auf: Vor gut einer Woche übernahm Angus Barker das Amt des unabhängigen Non-Executive Chair, während Gründer Dr. Francis Wedin sich auf die Projektentwicklung und die Technologiesparte VULTEC konzentriert.
Am Aktienmarkt spiegeln sich die operativen Meilensteine bislang nur verhalten wider. Im heutigen Handel notiert die Aktie bei 1,38 Euro. Seit Jahresanfang verzeichnet das Papier ein Minus von 46 Prozent. Mit einer Marktkapitalisierung von umgerechnet 660,73 Millionen Euro liegt der Börsenwert des Entwicklers weiterhin spürbar unter den geschätzten Errichtungskosten seiner nächsten Ausbaustufen.
Vulcan Energy-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Vulcan Energy-Analyse vom 21. September liefert die Antwort:
Die neusten Vulcan Energy-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Vulcan Energy-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 21. September erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Vulcan Energy: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




