Vulcan Energy: Mersen liefert Eco&FLEX® für Lionheart
Vulcan Energy schließt Lieferantennetz für das Lionheart-Projekt. Mersen liefert Schlüsseltechnologie für die Lithiumproduktion in Frankfurt.

- Mersen liefert Eco&FLEX®-Einheit
- Siemens übernimmt Automatisierung
- Abnehmerverträge mit Stellantis & Co.
- Bau läuft, Betrieb ab 2028 geplant
Vulcan Energy Resources hat für sein Lithiumprojekt in Deutschland einen weiteren Technologiepartner gewonnen. Das französische Unternehmen Mersen liefert eine Eco&FLEX®-Einheit für den Standort Frankfurt — und schließt damit ein Lieferantennetz, das nun nahezu vollständig steht.
Was Mersen beisteuert
Die Anlage soll Lithiumchlorid in Lithiumhydroxid umwandeln — den Rohstoff für Elektrofahrzeug-Batterien. Außerdem ermöglicht sie die Rückgewinnung von Chlor und Energie aus dem Prozess. Mersen überzeugte mit einer Kombination aus isostatischem Hochreingraphit und einer eigenen Kohlenstoffimprägnierungstechnologie. Das Ergebnis: ultrareine Salzsäure, die im Produktionsprozess unverzichtbar ist.
Der Vertragswert liegt im mehrstelligen Millionenbereich. Über genaue Zahlen schweigt Vulcan.
Ein Netz, das sich schließt
Kurz zuvor hatte Vulcan den letzten großen Automatisierungsvertrag unterzeichnet. Siemens übernimmt als Hauptauftragnehmer die Steuerungssysteme, Industrienetzwerke, Cybersicherheitsinfrastruktur und Sicherheitssysteme — für die Lithiumextraktionsanlage in Landau, die zentrale Lithiumanlage in Frankfurt-Höchst und die Produktionsbohrstellen.
Auf der Abnehmerseite sieht es ähnlich solide aus. Lieferverträge bestehen mit Umicore, LG Energy Solution, Stellantis und Glencore. Stellantis allein sicherte sich 128.000 Tonnen Lithiumhydroxidmonohydrat über zehn Jahre. LG Energy Solution erhält 31.000 Tonnen über sechs Jahre, Umicore 23.000 Tonnen im gleichen Zeitraum. Glencore kommt auf 36.000 bis 44.000 Tonnen über acht Jahre.
Bau läuft, Kasse wird beobachtet
Lionheart ist Europas erstes vollständig integriertes kommerzielles Lithium- und Erneuerbaren-Energieprojekt. Die Zielkapazität liegt bei 24.000 Tonnen Lithiumhydroxidmonohydrat pro Jahr — genug für rund 500.000 Elektrofahrzeugbatterien. Als Nebenprodukt entstehen jährlich 275 GWh Strom und 560 GWh Wärme für lokale Abnehmer. Die Projektlaufzeit ist auf 30 Jahre angelegt.
Die Baugenehmigungen für beide Hauptanlagen erhielt Vulcan im Herbst 2025. Kommerzieller Betrieb ist für 2028 geplant.
Mit dem Lieferantennetz im Rücken richtet sich der Blick der Investoren auf Tempo und Kapitalverbrauch. Im vergangenen Quartal flossen 7,2 Millionen Euro operativ ab. Am 29. April legt Vulcan die Zahlen für das Märzquartal vor — erstmals während einer Phase, in der gleichzeitig an zwei Bohrstellen gebohrt wird: Schleidberg und Trappelberg. Der Bericht wird zeigen, ob das Management den Mittelabfluss trotz beschleunigter Bauaktivität im Griff hat.
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