Vulcan Energy: Sechster Brunnen auf Endtiefe

Vulcan Energy treibt Bau und Bohrungen voran, verbraucht aber Millionen. Die finale Finanzierung des Milliardenprojekts steht noch aus.

Die Kernpunkte:
  • Bohrung erreicht Zielmarke von 3.000 Metern
  • Bau von Pipeline und Stromtrassen gestartet
  • Siemens-Rahmenvertrag über 40 Millionen Euro
  • Liquidität sinkt auf 364 Millionen Euro

Schneller Baufortschritt trifft auf massiven Kapitalabfluss. Bei Vulcan Energy klaffen operative Erfolge und finanzielle Realität weit auseinander. Während die Bohranlagen in Deutschland auf Hochtouren laufen, schmelzen die Barreserven rapide ab.

Die jüngste Bohrung im Lionheart-Feld hat ihre finale Tiefe von 3.000 Metern erreicht. Damit liegt das Programm voll im Zeitplan. Zuvor lieferte bereits ein benachbartes Bohrloch starke Testergebnisse. Die Produktionsanlagen liefen dabei unter maximaler Auslastung. Im zweiten Halbjahr rückt nun die nächste Bohranlage an, um weitere Standorte zu erschließen.

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Parallel dazu treibt das Management den Bau der Infrastruktur voran. Die Arbeiten an der Pipeline und den Stromtrassen haben begonnen. In Landau entsteht auf rund zehn Hektar die kombinierte Geothermie- und Lithiumextraktionsanlage. Für die Automatisierungstechnik an drei Kernstandorten unterzeichnete Vulcan einen Rahmenvertrag mit Siemens im Wert von knapp 40 Millionen Euro.

Hoher Kapitalbedarf für den Produktionsstart

Das operative Tempo hat seinen Preis. Zu Jahresbeginn flossen 76 Millionen Euro in den Ausbau des Lionheart-Projekts. Die liquiden Mittel sanken dadurch bis Ende März auf 364 Millionen Euro. Hinzu kommen gebundene Gelder für Kautionen. Das Management signalisiert bereits, dass für das Erreichen der Produktionsziele frisches Kapital nötig wird. Eine Verwässerung der Anteile bleibt ein reales Szenario.

Um das milliardenschwere Gesamtprojekt zu stemmen, arbeitet das Unternehmen auf den finalen Finanzierungsabschluss im laufenden Quartal hin. Dieser Schritt würde vorrangige Kredite von knapp 1,2 Milliarden Euro freimachen. Ergänzend winken staatliche Zuschüsse in Höhe von 204 Millionen Euro.

Abnehmer für das künftige Lithiumhydroxid stehen bereits fest. Konzerne wie Stellantis und LG Energy Solution haben sich langfristige Lieferungen gesichert. Ein Großteil dieser Verträge basiert auf festen Preisuntergrenzen. Das schirmt das Unternehmen gegen die jüngsten Schwankungen am Rohstoffmarkt ab. Analysten von Canaccord Genuity bewerten die Aktie weiterhin mit „Buy“ und hoben das Kursziel auf 323 britische Pence an. Sie verweisen auf den strukturellen Rückenwind durch Europas Bedarf an lokaler Lithiumversorgung.

An der Börse sorgten die Fortschritte zuletzt für eine Erholung. Die Aktie kletterte im vergangenen Monat spürbar und schloss bei 2,39 Euro. Am 28. Mai tritt das Management auf der Hauptversammlung in Perth vor die Aktionäre. Dort wird CEO Cris Moreno ein detailliertes Update zum deutschen Baufortschritt geben, um das Vertrauen in den geplanten Produktionsstart 2028 weiter zu festigen.

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