Vulcan Energy: Siemens investiert €67 Millionen

Siemens steigt mit 67 Millionen Euro als Investor und Technologiepartner in Vulcan Energys Milliardenprojekt ein. Die Vereinbarung umfasst die Automatisierung der Anlagen und sichert langfristige Abnahmeverträge mit Großkunden.

Die Kernpunkte:
  • Siemens investiert 67 Millionen Euro als Anteilseigner
  • Langfristiger Technologiepartner für Automatisierung bis 2035
  • Langfristige Abnahmeverträge mit Stellantis und Glencore
  • Produktionsstart für Lithiumhydroxid im Jahr 2028 geplant

Ein gewöhnlicher Zulieferervertrag sieht anders aus. Für sein Milliardenprojekt Lionheart holt Vulcan Energy den Industriekonzern Siemens an Bord – und zwar in einer Doppelrolle. Der Münchner Dax-Konzern liefert nicht nur die komplette Automatisierungstechnik, sondern steigt direkt als Anteilseigner ein.

Siemens Financial Services investiert 67 Millionen Euro in das Lithium-Vorhaben. Das Kapital fließt in das insgesamt 2,2 Milliarden Euro schwere Finanzierungspaket von Vulcan. Damit reiht sich Siemens in ein Konsortium strategischer Minderheitsaktionäre ein, dem bereits Hochtief und Demea Sustainable Investment angehören.

Automatisierung bis 2035

Operativ umfasst die Vereinbarung ein Volumen von rund 40 Millionen Euro. Siemens übernimmt als Hauptauftragnehmer die komplette Automatisierung, Leittechnik und Cybersicherheit. Das betrifft die Lithiumgewinnung in Landau, die zentrale Verarbeitungsanlage im Frankfurter Industriepark Höchst sowie die Produktionsbohrungen.

Ein Letter of Intent sichert Siemens den Status als bevorzugter Technologiepartner bis ins Jahr 2035. Die Münchner sollen die Abläufe von der Rohstoffförderung bis zum fertigen Lithiumhydroxid durch digitale Zwillinge und vernetzte Systeme effizienter machen.

Abnehmer stehen fest

Mit dem Siemens-Deal schließt Vulcan die Planungsphase für die großen Lieferverträge ab. Auf der Abnehmerseite stehen die Volumina bereits fest:

  • Stellantis: 128.000 Tonnen (Laufzeit 10 Jahre)
  • Glencore: 36.000 bis 44.000 Tonnen (Laufzeit 8 Jahre)
  • LG Energy Solution: 31.000 Tonnen (Laufzeit 6 Jahre)
  • Umicore: 23.000 Tonnen (Laufzeit 6 Jahre)

Rund 72 Prozent der vertraglich gesicherten Menge für das erste Produktionsjahrzehnt sind durch Fest- oder Mindestpreise abgesichert. Flankiert wird das Projekt von staatlicher Seite. Bis Ende 2030 ist Vulcan von der Förderabgabe nach dem Bundesberggesetz befreit.

Fokus auf den Cashflow

Die erste Ausbaustufe peilt eine Jahresproduktion von 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid an. Das reicht für eine halbe Million Elektroauto-Batterien. Parallel dazu liefert die Anlage Strom und Wärme. Der kommerzielle Startschuss soll im Jahr 2028 fallen.

Am 29. April legt Vulcan die Zahlen für das erste Quartal vor. Im Vorquartal verzeichnete das Unternehmen einen operativen Mittelabfluss von 7,2 Millionen Euro. Marktbeobachter werden prüfen, wie das Management diese Ausgabenrate während der anlaufenden Bauphase kontrolliert. Vier Wochen später, am 28. Mai, folgt die Hauptversammlung.

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