VW Aktie: Profitabilitätsziele erreicht

Volkswagen meldet unerwartet hohen Barmittelzufluss, woraufhin der Betriebsrat die Wiedereinführung gestrichener Prämien fordert. Gleichzeitig erhöht ein US-Tarifvertrag die Kosten.

Die Kernpunkte:
  • Sechs Milliarden Euro Netto-Cashflow statt Null
  • Betriebsrat verlangt Rückkehr der Erfolgsbeteiligung
  • USA-Vertrag bringt 20 Prozent Lohnplus
  • Aktie notiert über 200-Tage-Durchschnitt

Volkswagen meldet überraschend 6 Milliarden Euro Barmittelzufluss für 2025 – ursprünglich war die „Schwarze Null“ erwartet worden. Doch statt Erleichterung folgt Konfrontation: Betriebsratschefin Daniela Cavallo fordert nun die Wiedereinführung der gestrichenen Erfolgsbeteiligung für über 120.000 Beschäftigte. Gleichzeitig treibt ein historischer Tarifvertrag in den USA die Kosten.

Die Eckdaten im Überblick:

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  • Netto-Cashflow 2025: 6 Milliarden Euro statt prognostizierter null Euro
  • Betriebsrat fordert Wiedereinführung der flexiblen Bonuszahlung
  • US-Werk Chattanooga: 20 Prozent Lohnsteigerung über Vertragslaufzeit vereinbart
  • Aktie erobert Marke von 104 Euro zurück

Überraschende Liquidität löst Debatte aus

Die nachträgliche Korrektur der Cashflow-Zahlen wirft Fragen auf. Volkswagen erreichte die positive Entwicklung durch Verschiebung von Entwicklungskosten und striktes Bestandsmanagement. Cavallo argumentiert, dass die im Rahmen des Sparpakets gestrichene Prämie für 2025 angesichts der verbesserten Kassenlage neu bewertet werden müsse. Eine Entscheidung über eine mögliche Auszahlung im Mai steht noch aus.

Die Forderung betrifft primär die Standorte in Niedersachsen, Hessen und Sachsen. Der Konzern steht damit vor der Herausforderung, die Erwartungen der Belegschaft mit der Notwendigkeit weiterer Einsparungen in Einklang zu bringen.

Kostendruck aus den USA

Während in Wolfsburg verhandelt wird, hat Volkswagen in Chattanooga bereits Fakten geschaffen. Der Tarifvertrag mit der Gewerkschaft UAW sieht neben der Lohnsteigerung von 20 Prozent einen einmaligen Unterzeichnungsbonus von 6.550 Dollar sowie jährliche Sonderzahlungen vor. Branchenbeobachter erwarten, dass die Arbeitskosten am US-Standort mit 3.200 Beschäftigten bis 2027 deutlich steigen werden.

Analysten bleiben optimistisch

Die Deutsche Bank bestätigte ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 120 Euro. Positiv vermerkt wurde, dass Volkswagen Tesla als meistverkauften Hersteller reiner Elektroautos in Europa abgelöst hat. Die Aktie notiert bei rund 104 Euro und liegt damit etwa 7 Prozent über ihrem 200-Tage-Durchschnitt.

Am 10. März 2026 folgt der Jahresbericht 2025, der Klarheit über die tatsächliche Verwendung der liquiden Mittel bringen dürfte. Bis dahin bleibt die Frage offen, ob der Konzern die Forderungen des Betriebsrats erfüllt oder auf die weiterhin angespannte Kostensituation verweist.

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