VW Aktie: Unannehmlichkeiten voraus?

Zehn Jahre nach dem Skandal beginnt in München ein neuer Strafprozess gegen ehemalige Audi-Manager. Parallel sichert VW mit einer Standortvereinbarung für MAN Jobs und investiert Millionen.

Die Kernpunkte:
  • Neuer Strafprozess gegen vier Ex-Audi-Manager
  • Standortsicherung für MAN-Werk bis 2040
  • Starker Cashflow übertrifft Konzernerwartungen
  • Aktie reagiert mit deutlichen Kursverlusten

Zehn Jahre nach Bekanntwerden des Dieselskandals holt die Vergangenheit Volkswagen erneut ein. Am 3. Februar begann vor dem Landgericht München der zweite Strafprozess gegen ehemalige Audi-Manager – während der Konzern parallel mit einer Standortvereinbarung für das MAN-Werk in Salzgitter punkten konnte. Die Vorzugsaktie reagiert heute mit deutlichen Verlusten.

Vier Manager auf der Anklagebank

Die Staatsanwaltschaft wirft vier früheren Audi-Führungskräften Betrug durch Abgasmanipulationen an Hunderttausenden Fahrzeugen vor. Auf der Anklagebank sitzen die ehemaligen Entwicklungsvorstände Ulrich Hackenberg und Stefan Knirsch sowie zwei weitere leitende Ingenieure. Betroffen sind Modelle der Marken Audi, Porsche und Volkswagen.

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Die Fakten im Überblick:

  • 50 Verhandlungstermine bis Ende Oktober angesetzt
  • Allein Hackenberg wird Manipulation von 239.000 Fahrzeugen vorgeworfen
  • Zusätzliche Anklagepunkte: Falschbeurkundung und strafbare Werbung
  • Verteidigung weist alle Vorwürfe zurück

Die Verteidigung von Hackenberg kündigte an, im Verfahren die Unschuld ihres Mandanten aufzuzeigen. Der Prozess dürfte sich über Monate hinziehen und den Konzern weiter belasten.

Lichtblick in Salzgitter

Positiver gestaltet sich die Lage beim MAN-Werk in Salzgitter. IG Metall und Betriebsrat vermeldeten eine umfassende Standortvereinbarung. Kernpunkte: Kündigungsschutz bis Ende 2035 mit Verlängerungsoption bis 2040 sowie Investitionen von 59 Millionen Euro. Personalanpassungen sollen ausschließlich über die demografische Entwicklung erfolgen.

Die Einigung folgt auf die im November 2025 angekündigten Stellenstreichungen. MAN, Teil der TRATON Group im VW-Konzern, plant deutschlandweit den Abbau von 2.300 Jobs über zehn Jahre – davon 600 in Salzgitterstadt.

Cashflow überrascht positiv

Zuletzt konnte Volkswagen mit starken Finanzdaten überzeugen. Der Netto-Cashflow im Automobilbereich erreichte 2025 sechs Milliarden Euro – ursprünglich hatte der Konzern mit rund null gerechnet. Die Aktie reagierte damals mit einem Sprung an die DAX-Spitze.

Am 10. März folgen die vollständigen Zahlen für das vierte Quartal 2025. Bis dahin dürfte der laufende Prozess in München die Schlagzeilen dominieren und die Aktie belasten.

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