Wacker Chemie: JPMorgan senkt auf Underweight

Wacker Chemie hebt Umsatzprognose an, streicht aber Dividende. Analysten bleiben skeptisch, die Aktie verliert trotz Jahresplus.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzprognose nach oben korrigiert
  • Keine Dividende für 2025 bestätigt
  • JPMorgan bleibt bei Underweight-Einstufung
  • Aktie gibt am Mittwoch nach

Wacker Chemie blickt beim Umsatz optimistischer in die Zukunft, während die Aktionäre für das vergangene Geschäftsjahr leer ausgehen. Auf der Hauptversammlung in München bestätigte der Konzern die Streichung der Dividende für 2025. Das Management reagiert damit auf die jüngste Verlustphase. Es setzt für das laufende Jahr auf eine Beschleunigung des Wachstums.

Ambitionierte Ziele beim Umsatz

Vorstandschef Christian Hartel konkretisierte die Erwartungen für 2026. Der Konzern rechnet nun mit einem Umsatzplus im hohen einstelligen Prozentbereich. Bisher ging Wacker lediglich von einem niedrigen einstelligen Wachstum aus. Das operative Ergebnis (EBITDA) soll weiterhin zwischen 550 und 700 Millionen Euro liegen.

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Steigende Kosten für Energie und Rohstoffe belasten die Bilanz weiterhin. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten verschärfen diese Situation zusätzlich. Zur Steigerung der Effizienz setzt der Konzern parallel auf das Programm „PACE“, das seit Herbst 2025 läuft.

Skepsis am Kapitalmarkt

Trotz des erhöhten Umsatzziels überwiegt bei Analysten die Skepsis. Die Investmentbank JPMorgan stuft die Aktie weiterhin als „Underweight“ ein und setzte das Papier auf eine Beobachtungsliste für negative Nachrichten. Analyst Chetan Udeshi hob zwar das Kursziel auf 60 Euro an, sieht das Unternehmen aber deutlich hinter den Erwartungen des Marktes.

Nach Berechnungen der Bank liegt das EBIT im zweiten Quartal 2026 rund 35 Prozent unter dem Konsens. Für das Gesamtjahr wird eine Abweichung von 26 Prozent prognostiziert. Als Grund nennt der Analyst nachlassende Sonderkäufe, die infolge des Nahost-Konflikts kurzzeitig die Nachfrage getrieben hatten.

Im Frankfurter Handel verlor die Aktie am Mittwoch 1,83 Prozent und schloss bei 94,00 Euro. Damit summieren sich die Kursgewinne seit Jahresbeginn auf rund 32 Prozent. Das Papier notiert damit weiterhin in der Nähe seines bisherigen Jahreshochs.

Das Erreichen der neuen Umsatzziele bei anhaltend hohem Kostendruck bleibt die zentrale Herausforderung für das laufende Turnaround-Programm.

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