Wacker Chemie knackt die magische Marke

Der Münchener Chemiekonzern Wacker Chemie gewährte heute einen Einblick in den Verlauf des vergangenen Geschäftsjahres. Die selbst gesetzten Ziele im Hinblick auf den Umsatz wurden erreicht. Beim Ergebnis gelang es sogar, die eigenen Erwartungen zu übertreffen.

 

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Damit könnten neue Impulse gesetzt werden, die der Aktie aus ihrem derzeitigen Tief heraushelfen könnten. Der Blick auf den Chart von Wacker Chemie zeigt, dass die Aktie seit Mai letzten Jahres erhebliche Kurseinbußen zeigte.

 

Umsatz von Wacker Chemie auf Höchstniveau

Insgesamt erwirtschaftete Wacker Chemie nach vorläufigen Zahlen im vergangenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz von 5,3 Mrd. Euro und knackte damit erstmals die Marke von 5 Mrd. Euro. Im Vorjahr lag der Gesamtumsatz bei 4,83 Mrd. Euro. Positive Währungseffekte und höhere Absatzmengen wirkten hier entsprechend positiv.

Das EBITDA lag mit 1,04 Mrd. Euro auf dem Vorjahresniveau, dies allerdings trotz deutlich geringerer Sondererträge aus einbehaltenen erhaltenden Anzahlungen und Schadensersatzleistungen von Kunden aus der Solarindustrie. Insgesamt lagen die Sondererträge bei rund 137 Mio. Euro nach 206 Mio. Euro im Vorjahr. Um diesen Effekt bereinigt, hat sich das EBITDA um 9% gegenüber dem Vorjahr erhöht.

 

Investitionen stark gesteigert

Das EBIT kletterte um 6% auf 470 Mio. Euro. Damit liegt das Jahresergebnis des Konzerns bei 240 Mio. Euro nach 195 Mio. Euro im Vorjahr. Deutlich erhöht hat sich das Investitionsvolumen. Nach 572 Mio. Euro im Jahr zuvor standen aktuell 835 Mio. Euro in den Büchern. Der größte Anteil hieran floss in die Fertigstellung des neuen Standortes Charleston in den USA. Zum Ende des letzten Jahres wurden dort die Anlagen in Betrieb genommen.

Stark gesunken ist dagegen der Netto-Cashflow von Wacker Chemie. Nach 216 Mio. Euro im Vorjahr belief sich dieser nur noch auf 20 Mio. Euro. Der Konzern begründete diesen Rückgang mit den deutlich erhöhten Investitionen und gleichzeitig niedrigeren Mittelzuflüssen aus Schadensersatzzahlungen von Solarkunden.

Bezogen auf das 4. Quartal des Geschäftsjahres 2015 lag der Umsatz bei rund 1,2 Mrd. Euro nach 1,19 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Das EBITDA stieg von 180 Mio. Euro im Vorjahr auf 185 Mio. Euro.

 

Siltronic mit rückläufiger Entwicklung

Rückläufig entwickelte sich das Geschäft bei der Tochter Siltronic im Schlussquartal. Hier sank der Umsatz von zuvor 223 Mio. Euro auf 215 Mio. Euro. Siltronic verzeichnete geringere Absatzmengen, vor allem bedingt durch den Rückgang der Absatzmengen bei Smartphones, Tablets und PCs. Dieser Trend konnte durch positive Währungseffekte nicht vollständig ausgeglichen werden. Zugleich sind die Preise für Halbleiterwafer im Jahresverlauf gesunken. Unter dem Strich sank das EBITDA von zuvor 38 Mio. Euro auf 23 Mio. Euro.

 

Geht es wieder bergauf?

Analysten zeigten sich in ihren jüngsten Einschätzungen positiv gegenüber den Papieren von Wacker Chemie. Zwar senkten die Experten von Warburg Research ihr Kursziel von 90,00 auf 84,00 Euro, beließen die Papiere aber weiter auf Kaufen. Nach Meinung der Experten ist für den Wert weiterhin ein deutliches Kurspotenzial vorhanden.

160202 Wacker Chemie

Dies könnten die Papiere auch mehr als gut vertragen. Vorbörslich zeigte sich jedoch bereits Interesse an der Aktie, die bisher um mehr als 2% zulegen konnte.

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