Wacker Chemie mit starken Zahlen, schafft die Aktie die nächste Hürde?

Gute Geschäfte verhalfen Wacker Chemie im zweiten Quartal dieses Geschäftsjahres sowohl zu mehr Umsatz als auch zu einer starken Ertragssteigerung. Die positive Bilanz zog sich dabei durch fast alle Geschäftsbereiche.

 

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Beim Umsatz konnte der Chemiekonzern ein Plus von 10,3% auf 1,37 Mrd. Euro ausweisen. Erhöhte Absatzmengen und positive Währungseffekte trugen signifikant dazu bei. Mit Ausnahme der Sparte Polysilicon verzeichneten alle Geschäftsbereiche ein Umsatzwachstum. In der Sparte Polysilicon wurde ein Umsatzrückgang von gut 4%, bedingt durch die niedrigeren Euro-Preise für Solarsilicium, ausgewiesen.

 

EBITDA wurde fast verdoppelt

Das EBITDA stieg um 43% auf 329 Mio. Euro. Dieser starke Anstieg ist zurückzuführen auf einbehaltene erhaltene Anzahlung und Schadenersatzleistungen. Die entsprechende Marge stieg auf 24%.

Wacker Chemie hatte im letzten Quartal Vertrags- und Lieferbeziehungen mit Kunden aus der Solarbranche beendet. Dementsprechend fielen Sondererträge von knapp 87 Mio. Euro an. Bereinigt um diese Summe stieg das EBITDA um fast 6% im Jahresvergleich.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern erreichte nach 82,1 Mio. Euro im Vorjahresquartal 187,9 Mio. Euro. Die EBIT-Marge lag bei 13,7%. Bereinigt um die Sondereffekte aus der Sparte Polysilicon erhöhte sich das EBIT um 23%. Das Periodenergebnis erreichte 108,2 Mio. Euro und das Ergebnis je Aktie stieg von 0,64 Euro im Vorjahresquartal auf 2,21 Euro.

Bezogen auf das 1. Halbjahr wurde der Umsatz um 12,7% auf 2,70 Mrd. Euro gesteigert. Das EBITDA kletterte um 15,8% auf 596,1 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge lag mit 22% ungefähr auf dem Niveau des Vorjahresquartals mit 21,4%.

 

Wacker Chemie auf Investitionskurs

Wacker Chemie tätigte im 2. Quartal Investitionen von 214,2 Mio. Euro und damit doppelt so viel wie im Vorjahreszeitraum. Der Netto-Cashflow belief sich auf 21 Mio. Euro nach 49,6 Mio. Euro, wobei dieser starke Rückgang den getätigten Investitionen geschuldet ist.

Vorwiegend wurde in den Ausbau der Produktionskapazitäten für Polysilicium investiert. So entsteht beispielsweise in Charleston im US-Bundesstaat Tennessee ein neuer Standort. Aber auch die Erweiterung der deutschen Produktionsstandorte in Burghausen und Nünchritz wurde vorangetrieben.

 

Prognose wurde bestätigt

Die Prognose für das laufende Geschäftsjahr wurde vom Vorstand der Wacker Chemie bestätigt. Danach soll der Konzernumsatz um etwa 10% steigen und soll erstmalig die Marke von 5 Mrd. Euro überschreiten.

Das EBITDA soll auf vergleichbarer Basis, ohne Berücksichtigung von Sondererträgen, leicht steigen. Da die Sondererträge nicht auf dem hohen Niveau des Vorjahres erwartet werden, rechnet der Konzern mit einem geringeren Konzernjahresüberschuss.

 

Gelingt der Aktie der Absprung?

Die Aktie von Wacker Chemie liegt seit Anfang Mai in einem Abwärtstrend. Dabei ging es von 116,50 Euro bis auf 83,57 Euro zurück. Zuletzt setzte jedoch wieder eine leichte Erholung bis auf 91,30 Euro ein.

150803 Wacker Chemie

Damit ist der Wert auf einem guten Weg, die nächste Hürde bei ca. 94,00 Euro zu durchbrechen. Die Zahlen konnten sich sehen lassen und sollten die weitere Aufwärtsbewegung der Aktie entsprechend unterstützen.

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