Wall Street Nachlese: Rezessionsangst – Mit Paramount Global, Disney, NRG Energy, Enphase Meta Platforms und General Electric

Die aktuelle Börsenwoche steht unter keinem guten Stern. Auch am Dienstag musste die Wall Street weitere Verluste hinnehmen. Auslöser wie schon am Tag zuvor waren Sorgen, dass die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession abgleitet. Hinzu kam Befürchtungen, dass insbesondere Banken und Medien-Aktien innerhalb eines Wirtschaftsabschwungs besonders unter Druck geraten könnten, was für weitere Kursverluste sorgte.

Unter dem Strich büßte der Dow Jones gut 350 Punkte bzw. 1,03% ein und schloss den Handel bei 33.596,34 Punkten. Der S&P 500 verlor 1,44% auf 3.941,26 Zähler und beim Nasdaq Composite ergab sich sogar ein Tagesminus von 2% auf 11.014,89 Punkte.

Marktteilnehmer erklärten, dass man derzeit eine neue Runde von großen Entlassungswellen in der Wirtschaft sehe. Das trägt zu den Befürchtungen bei, dass es im kommenden Jahr zu einem „Hard Landing“ der Wirtschaft kommen könnte und es eine tiefere Rezession gibt als bislang erwartet.

Insofern steigt auch die Spannung, was in der nächsten Woche die US-Notenbank machen wird. Nach bisherigen Hinweisen des Notenbankchefs Jerome Powell wird es eine weitere Zinserhöhung geben, allerdings nur noch um 50 Basispunkte. Marktteilnehmer befürchten aber, dass dieses vom Gaspedal gehen der Notenbank nicht verhindern wird, dass es im kommenden Jahr zu einer größeren Rezession kommt.

Aktien im Fokus

Die Aktien von Paramount Global standen gestern mit einem Tagesabschlag von 6,97% unter hohem Abgabedruck. Auslöser war die Erklärung des Vorstandschefs, dass die bislang projizierten Werbeeinnahmen im vierten Quartal niedriger ausfallen dürften als im dritten Quartal. Das belastete auch andere Entertainment-Aktien wie beispielsweise Disney, die 3,79% nachgaben, während Warner Bros. Discovery 4,84% verloren.

Auch bei Energieaktien dominierten die Minusvorzeichen. So büßte NRG Energy 15,08% ein, nachdem das Unternehmen bekannt gab, dass man den Spezialisten für Haussicherheitsanlagen Vivint Smart Home für 12 Dollar je Aktie bzw. 2,8 Milliarden Dollar übernehmen wolle. Gleichzeitig erklärte NRG, dass man kurzfristig das bislang laufende Aktienrückkaufprogramm über 1 Milliarde Dollar abschließen wolle. Eigentlich alles eher gute Nachrichten, aber als Käufer in der derzeit aufgeheizten Stimmungslage hat NRG entsprechend erst einmal Abgaben zu verzeichnen.

Verluste gab es auch beim Spezialisten für Mikroinverter für die Solarindustrie Enphase Energy. Die Aktie büßte gestern rund 7,77% ein und war damit zweitschlechtester Wert im S&P nach NRG Energy. Hier gab es allerdings „nur“ Gewinnmitnahmen, nachdem die Aktie ein neues Allzeithoch erreicht hatte.

Wieder in den Diskussionen ist Meta Platforms gelandet. Das in 2020 vom Vorstandschef Marc Zuckerberg ins Leben gerufene Oversight Bord (eine Art Content-Überwachung) für die Facebook-Plattform hatte erklärt, dass das von Met praktizierte Spezial-Content-Programm für VIP-Mitglieder zu einem ungleichen System gegenüber dem normalen Nutzer geführt hat. Hinzu kam, dass Facebook droht, dass bei einer Inkraftsetzung des umstrittenen neuen US-Mediengesetzes alle Nachrichten auf der Plattform entfernen werden. Der sogenannte Journalism Compitition & Preservation Act soll vor allen Dingen Lokaljournalismus unterstützen, was nichts anderes bedeutet, als dass die großen Technologiekonzerne für Medieninhalte zahlen sollen, was man – vllt. verständlich – verweigert. Am Ende des Tages verlor Meta Plattform 6,79%.

Gegen den Trend konnte sich General Electric gestern um 0,73% verbessern. Die Analysten von Oppenheimer hatten die Aktie von bislang Perform auf Outperform hochgestuft und dies damit begründet, dass sie mehr Vertrauen in die Aktienperformance im nächsten Jahr gewinnen, was vor allem an den geplanten Spin-off der Gesundheitssparte liegt wie auch an einem starken Momentum im Luftfahrtbereich.

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