Walmart Aktie: Jahresprognose auf 2,75–2,85 Dollar gesenkt

Walmart überzeugt mit Umsatzwachstum, senkt aber den Gewinnausblick für das Geschäftsjahr. Die Aktie fällt deutlich.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzplus von 7,3 Prozent
  • Jahresprognose unter Analystenerwartungen
  • Führungswechsel im Konzern
  • Preispolitik und neue Eigenmarken

Starke Quartalszahlen, gesenkte Jahresprognose – bei Walmart klaffen Umsatzdynamik und Ertragserwartungen auseinander. Die Aktie reagierte mit einem deutlichen Kursrutsch und notierte zuletzt bei 103,86 Euro, rund zehn Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von Mitte Mai.

Starke Umsätze, schwächere Aussichten

Für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres meldete der US-Einzelhandelsriese einen Umsatz von 177,8 Milliarden Dollar – ein Plus von 7,3 Prozent. Vor allem das Onlinegeschäft legte mit plus 26 Prozent kräftig zu, die Werbeeinnahmen stiegen um 37 Prozent. Der Gewinn je Aktie von 0,66 Dollar entsprach den Erwartungen.

Die Enttäuschung sitzt woanders: Walmart senkte die Jahresprognose auf 2,75 bis 2,85 Dollar je Aktie. Der Analystenkonsens lag bei 2,91 Dollar. Finanzvorstand John Rainey verwies auf steigende Treibstoffkosten, die Haushalte zunehmend belasten. Die Tankfüllungen der Kunden seien unter zehn Gallonen gefallen, ein Trend, der zuletzt 2022 zu beobachten war.

Interne Veränderungen und strategische Weichen

Parallel zu den gesamtwirtschaftlichen Gegenwinden verändert sich die Führungsriege. Zwei langjährige Top-Manager – Tom Ward, COO von Sam’s Club, und Cedric Clark, Leiter der US-Filialen – verlassen das Unternehmen. Der neue CEO John Furner setzt derweil auf offensive Preispolitik: 7.000 „Price Rollbacks“ sollen preisbewusste Kunden an die Kassen locken.

Hinzu kommt eine Diversifizierung jenseits des Kerngeschäfts. Walmart launcht die Modemarke Kacey Lee, führt die Hydrationsmarke TAL-Hydration ein und bringt KI-gestützte ASUS-Chromebooks in die Regale. Zollrückerstattungen nach einem Supreme-Court-Urteil fallen mit weniger als einem halben Prozent des US-Umsatzes kaum ins Gewicht.

Die Aktie wurde nach den Zahlen mit dem 1,6-Fachen des üblichen Volumens gehandelt. Analysten halten mehrheitlich an „Moderate Buy“ fest, das durchschnittliche Kursziel liegt nahe 138 Dollar. Allerdings warnen einige Beobachter, die Bewertung sei mittlerweile ambitioniert.

Walmarts Fähigkeit, die Margen durch Automatisierung und margenstarke Dienstleistungen zu schützen, dürfte in den kommenden Monaten entscheidend bleiben. Hinzu kommen hohe Treibstoffkosten und eine erwartete Teuerung bei Lebensmitteln von 3,4 Prozent. Ein K-förmige Erholung zeichnet sich ab: Besserverdienende geben weiter aus, Haushalte mit niedrigem Einkommen schränken ein.

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