Walmart Aktie: Konzern legt bis zu 1 Million Dollar drauf

Walmart stockt Kundenspenden für Operation Homefront auf; Konzernchef John Furner veräußerte im September Aktien nach einem Handelsplan.

Die Kernpunkte:
  • Spendenaktion läuft bis Ende November
  • Walmart verdoppelt Beiträge bis zur Millionengrenze
  • Furner verkaufte 13.125 Aktien im September
  • Konzern kündigte Anleihen über mehrere Milliarden an

Walmart setzt zum Start der Weihnachtssaison auf Wohltätigkeit. Seit heute läuft die Spark-Good-Round-Up-Aktion zugunsten der Hilfsorganisation Operation Homefront, die Militär- und Veteranenfamilien unterstützt. Parallel rückt ein Insiderverkauf von Konzernchef John Furner in den Blick.

Aufrunden an der Online-Kasse

Kunden von Walmart.com und der Walmart-App können bis zum 30. November ihre Einkäufe aufrunden und den Differenzbetrag spenden. Der Konzern verdoppelt und ergänzt die Beträge: Jeder gespendete Dollar wird zwei zu eins aufgestockt, bis zu einer Obergrenze von einer Million Dollar.

Es ist das vierte Jahr in Folge, in dem Walmart die Kooperation fortsetzt. Das Programm hat seit 2023 laut Unternehmen mehr als 7,9 Millionen Dollar für Operation Homefront eingebracht. Die Aktion gehört zur Initiative „A Season to Spark Good“, mit der Walmart Kunden und Mitarbeiter zum Mitmachen in der Weihnachtszeit bewegen will.

Finanziell fällt die Summe bei einem Konzern mit einem Jahresumsatz von rund 713 Milliarden Dollar kaum ins Gewicht. Für das Image als gemeinwohlorientierter Arbeitgeber und Händler hat die Kampagne dagegen Gewicht.

Furner verkauft Aktien

Im Fokus steht außerdem ein Aktienverkauf an der Konzernspitze. Furner veräußerte am 17. September insgesamt 13.125 Walmart-Aktien zu Kursen von knapp 107 Dollar. Das Volumen lag bei rund 1,4 Millionen Dollar.

Die Verkäufe liefen über einen Handelsplan nach Rule 10b5-1, den Furner in einem offenen Handelsfenster aufgesetzt hatte. Solche Pläne legen Zeitpunkt und Menge im Voraus fest. Sie gelten daher eher als Routine denn als Signal. Furner hält weiterhin direkt knapp 648.000 Aktien, dazu kommen Anteile über ein 401(k)-Konzept und einen Ehegatten-Trust.

Seit dem Verkauf hat die Aktie deutlich zugelegt und notiert zuletzt bei rund 123,50 Dollar. Auf Sicht von zwölf Monaten ergibt das ein Plus von etwa 23 Prozent. Eine Bewertungsanalyse stuft das Papier derzeit als überbewertet gegenüber dem fairen Wert ein.

Weitere Impulse

Im Hintergrund laufen mehrere Themen. Walmart untersucht Vorwürfe, wonach Mitarbeiter der indischen Tochter Flipkart Schmiergelder von Marken erhalten haben sollen. Das betrifft Smartphones und Gepäck, die Summe liegt bei mehr als 1,5 Milliarden Rupien.

Analysten bleiben überwiegend zuversichtlich. DA Davidson bestätigt sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 132 Dollar, ein Plus von gut sieben Prozent zum aktuellen Niveau. Eine Umfrage von Goldman Sachs sieht Walmart bei Lebensmitteln im Schnitt 15,7 Prozent günstiger als die verglichenen Händler. Dieser Preisvorteil gilt als einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile des Konzerns.

Auch die Finanzierung ist Thema: Walmart hat Anleihen über drei Milliarden US-Dollar und fünf Milliarden kanadische Dollar angekündigt, darunter Tranchen mit Laufzeiten bis 2033.

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