Warner Bros. Discovery Aktie: Mega-Deal perfekt

Paramount Skydance schlägt Netflix und erwirbt Warner Bros. Discovery. Der Mega-Deal schafft einen Medienriesen, steht aber unter strenger kartellrechtlicher Beobachtung.

Die Kernpunkte:
  • Übernahme für 110 Milliarden Dollar vereinbart
  • Paramount setzt sich gegen Netflix durch
  • Fusion vereint zahlreiche große Marken und Sender
  • Regulatorische Hürden in USA und Europa erwartet

Paramount Skydance hat das Rennen gemacht: Für 110 Milliarden Dollar übernimmt der Konzern Warner Bros. Discovery – und schafft damit einen der größten Medienriesen der Welt. Netflix, zunächst im Vorteil, zog seinen Hut und ließ Paramount den Zuschlag. Was bedeutet diese Fusion für die Branche?

Paramount setzt sich gegen Netflix durch

Am 27. Februar 2026 gaben Paramount Skydance und Warner Bros. Discovery die endgültige Übernahmevereinbarung bekannt. Paramount zahlt 31 Dollar pro Aktie in bar für alle ausstehenden WBD-Anteile. Die Boards beider Unternehmen stimmten dem Deal einstimmig zu. Der Abschluss wird für das dritte Quartal 2026 erwartet – vorbehaltlich regulatorischer Genehmigungen und der Zustimmung der WBD-Aktionäre.

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Der Unternehmenswert von WBD wird auf 110 Milliarden Dollar taxiert, was einem Multiplikator von 7,5 auf das vollständig synergisierte EBITDA 2026 entspricht.

Pikant: Noch im Dezember 2025 hatte WBD einen Merger mit Netflix vereinbart. Doch Paramount legte im Dezember mit einem rivalisierenden Übernahmeangebot nach und erhöhte mehrfach. Im Februar 2026 holte WBD bei Netflix eine Vertragsfreigabe ein, um mit Paramount neu zu verhandeln. Am 26. Februar stufte der WBD-Vorstand Paramounts 110,9-Milliarden-Offerte als überlegen ein. Netflix kapitulierte: „Zu diesem Preis ist der Deal finanziell nicht mehr attraktiv.“

Schutzklauseln für Aktionäre

Die Vereinbarung enthält mehrere Sicherungsmechanismen. Ab dem 30. September 2026 erhöht sich der Kaufpreis um 0,25 Dollar pro Aktie und Quartal. Sollte die Transaktion aus regulatorischen Gründen scheitern, zahlt Paramount eine Auflösungsgebühr von 7 Milliarden Dollar. Zudem übernimmt Paramount die 2,8 Milliarden Dollar schwere Vertragsstrafe, die WBD an Netflix zahlen müsste.

Allen & Company, J.P. Morgan und Evercore beraten Warner Bros. Discovery finanziell, während Wachtell Lipton, Rosen & Katz und Debevoise & Plimpton als Rechtsanwälte agieren.

Was die Fusion bringt – und kostet

Der fusionierte Konzern vereint Streaming-Plattformen und ein beeindruckendes Portfolio an Franchises: Game of Thrones, Mission Impossible, Harry Potter, Top Gun, das DC-Universum und SpongeBob SquarePants. WBDs geplante Abspaltung der linearen Kabelkanäle in eine separate Firma namens Discovery Global dürfte vom Tisch sein. Stattdessen werden CNN, TNT, TBS, Cartoon Network, Discovery Channel, Animal Planet, Food Network und HGTV wohl in die Paramount-Kanalgruppe integriert.

Doch der Deal steht unter Beobachtung der US-Kartellbehörden, auch wenn eine Klage als unwahrscheinlich gilt. In Europa könnte die Prüfung komplexer ausfallen: Dort würden Sender wie Cartoon Network und Eurosport mit Nickelodeon, MTV und Comedy Central zusammengelegt – inklusive der polnischen TVN Group. Senatorin Elizabeth Warren nannte die Fusion ein „kartellrechtliches Desaster“, Kaliforniens Generalstaatsanwalt kündigte eine „energische“ Untersuchung an. Auch die Writers Guild of America verurteilte den Zusammenschluss scharf.

Ausblick auf eine neue Ära

Die Streaming- und Entertainment-Industrie erlebt einen ihrer größten Umbrüche. Branchenbeobachter rechnen mit erheblichen Überschneidungen in Film- und TV-Produktion – und damit mit weiteren Jobverlusten. Die kombinierte Veröffentlichungsplanung der Studios zieht bereits hohe Aufmerksamkeit auf sich. Entscheidend werden die Aktionärsabstimmung und die regulatorischen Verfahren sein, insbesondere in Europa und Kalifornien. Der Vollzug der Transaktion im dritten Quartal 2026 würde die Medienlandschaft nachhaltig verändern.

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