Warum die Allianz wieder Geld verdient

Für den Versicherer Allianz lief das dritte Quartal hervorragend. Dank eines kräftigen Gewinnanstiegs konnte das Unternehmen seine Jahresprognose bestätigen. Dabei profitierte das Unternehmen vor allen Dingen von zwei positiven Entwicklungen.

© Allianz
© Allianz

Der erste große Pluspunkt lag in geringeren Schadenskosten. Die gerade für Versicherer wichtige Schaden-Kosten-Quote konnte sich im Berichtszeitraum von 94,1 % im Vorjahreszeitraum auf 93,5 % verbessern. Dies sorgte dafür, dass auch im Gesamtergebnis ein deutlicher Schub zu verbuchen war. Insgesamt konnte die Allianz ihren Nettogewinn überraschend kräftig von zuvor 1,36 Milliarden € auf nun 1,9 Milliarden € steigern. Bei den Analysten hatte man im Konsens nur mit 1,6 Milliarden € gerechnet.

Allianz-Tochter Pimco läuft wieder

Der zweite Aspekt, der dem Allianz-Ergebnis diese Dynamik verlieh, war bei der Tochter Pimco zu finden. Denn der Vermögensverwalter konnte im Berichtszeitraum erstmals seit 2013 wieder Netto-Zuflüsse verzeichnen. Insgesamt flossen der Tochter 4,7 Milliarden € an neuen Anlagegeldern zu. Die Tochter war vor Jahren ins Schlingern geraten, nachdem der Anleihen-Guru Bill Gross ausgestiegen war.

Inzwischen läuft es wieder deutlich besser, was man auch als Vorschusslorbeeren für den neuen Chef von Pimco, Manny Roman, sehen kann. Dieser war vorher Chef bei der Man Group, einem der weltgrößten börsennotierten Hedgefonds. Sein Wechsel zu Pimco scheint hier etlichen Investoren neues Vertrauen eingeflößt zu haben.

Charttechnischer Ausbruch voraus

Insgesamt profitierte die Allianz aber auch letztlich davon, dass man bei den Kosten nachbesserte. So konnte sich beispielsweise im Asset Management das Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag um 2,5 Prozentpunkte auf 60,8 % verbessern. Das alles zusammengenommen führt nun dazu, dass der Versicherer weiterhin an seinem operativen Jahresziel festhält, insgesamt 10,5 Milliarden € zu verdienen. Was an der Börse extrem gut ankommt.

Die Aktie hatte schon in den vergangenen Tagen kräftig zulegen können und ist nun drauf und dran eine wichtige Widerstandszone bei 156 € zu testen. Wobei die Chancen sehr gut stehen, dass hier auch ein Break gelingen könnte. Allerdings rechnen Analysten damit, dass dies erst im zweiten Anlauf gelingt. Deshalb sollten Anleger hier durchaus auf einen nochmaligen Rücksetzer spekulieren.

allianz-11-11-16

%d Bloggern gefällt das: