Weichai Power Aktie: Chen und Wang verlassen Ballard-Board

Chinesischer Konzern senkt Anteil an Brennstoffzellenfirma unter 15 Prozent. Zwei Aufsichtsratsmitglieder legen ihre Mandate nieder.

Die Kernpunkte:
  • Anteilsverkauf unter 15-Prozent-Schwelle
  • Rücktritt von zwei Board-Mitgliedern
  • Erlös von knapp 40 Millionen Dollar
  • Ballard-Aktie reagiert kaum

Der chinesische Industriekonzern Weichai Power hat seinen Anteil an der Brennstoffzellenfirma Ballard Power Systems auf 11,61 Prozent reduziert. Der Schritt hat Folgen für das Aufsichtsgremium des Unternehmens: Zwei langjährige Board-Mitglieder treten zurück.

Der Verkauf unter die 15-Prozent-Schwelle beendet das Recht von Weichai, zwei Direktoren zu nominieren. Ballard teilte mit, dass die von Weichai entsandten Michael Chen und Huajie Wang ihr Amt zum 13. Mai 2026 niederlegten. Die Partnerschaft zwischen beiden Firmen wandelt sich damit grundlegend.

Verkaufsdetails und weitere Optionen

Die Transaktion wurde über die Hongkonger Tochter Weichai Power Hong Kong International Development abgewickelt. Zwischen dem 8. und 12. Mai 2026 veräußerte sie rund 6,88 Millionen Stammaktien und erlöste dabei knapp 39,74 Millionen kanadische Dollar. Über die vergangenen 60 Tage verkaufte Weichai insgesamt 11,13 Millionen Ballard-Aktien zu Preisen zwischen 4,17 und 4,27 US-Dollar.

Zudem hat der Konzern die Möglichkeit angemeldet, weitere bis zu 15,03 Millionen Aktien zu veräußern. Einem noch verbliebenen Anteil von gut zehn Prozent sind Antidilution-Rechte beigefügt – sie schützen Weichai vor Verwässerung.

Getrennte Entwicklung bei Ferretti

Parallel dazu baute die Weichai-Gruppe ihre Macht im Luxusyachtgeschäft aus. Bei der Ferretti Group sicherte sie sich über eine Aktionärsabstimmung acht der neun Board-Sitze. Der Schritt folgte auf einen umkämpften Wahlprozess und festigt den Einfluss des chinesischen Konzerns in diesem Segment.

Die Ballard-Aktie reagierte verhalten auf die Nachrichten. Am Freitag notierte sie bei 4,50 Euro, kaum verändert zum Vortag. Seit Jahresbeginn steht jedoch ein Plus von 116 Prozent zu Buche – getragen von der allgemeinen Begeisterung für Wasserstoff- und Brennstoffzellentitel. Sollte Weichai Power die angekündigten weiteren Verkäufe tatsächlich umsetzen, könnte das den Kurs belasten. Für Ballard bleibt die strategische Ausrichtung ohne den Großaktionär vorerst unverändert.

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