Wer ist besser: Sixt oder Sixt Leasing? (Teil I)

Der Autovermieter Sixt hat im Auftaktquartal ordentlich Gas gegeben. Dabei kokettiert der Konzern zwar gern mit den positiven Folgen aus den ganzen Piloten- und Lokführerstreiks. Doch der Kern des Wachstums ist ein anderer.

 

Sixt
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Das, was Sixt im 1. Quartal operativ leistete, kann sich sehen lassen. So stieg der Umsatz auf Konzernebene um über 21% auf gut 464 Mio. Euro an. Der operative Konzernumsatz, der dabei die Erlöse aus Fahrzeugverkäufen aus dem Leasinggeschäft ausklammert, verbesserte sich dabei um 14,6% auf gut 404 Mio. Euro.

Das spiegelte sich dann auch im Ertrag wider, der vor Steuern ein Ergebnis von 28,1 Mio. Euro bzw. ein Plus von 5,5% zum Vorjahreszeitraum produzierte. Dass es nicht mehr wurde, lag an den drei großen Kostenblöcken Aufwendungen für Fuhrpark, Personal und Abschreibungen, die zwischen 25% und 36% zulegten. Unter dem Strich erwirtschaftete Sixt aber immer noch ein Konzernergebnis von knapp 21 Mio. Euro, ein plus von 11% zum Vorjahr.

 

Sixt kann bei der Autovermietung im Ausland punkten

Dabei zeigte sich: Der Geschäftsbereich Autovermietung bleibt das wichtigste Standbein im Konzern, der Bereich Leasing stellt sich – auch mit Hilfe von Basiseffekten – als wachstumsstärker dar, zumindest in der Profitabilität. Die Zahlen im Detail:

In der Autovermietung konnte insgesamt ein Umsatzplus von 19,3% auf 300,6 Mio. Euro erwirtschaften. Die reinen Vermietungserlöse legten um 18,4% zu. Daraus ergab sich ein Vorsteuergewinn von 21,7 Mio. Euro, was zwar knapp 5% unter den Vorjahreswerten lag, aber vor allem Expansionskosten geschuldet war. Ohne deren Einrechnung wäre der Vorsteuergewinn um mehr als 12% gestiegen.

Insgesamt zeigte sich im operativen Geschäft der Erfolg bei den Auslandsaktivitäten am stärksten. Dortige Vermietungserlöse legten um mehr als 38% zu, auch beflügelt durch den starken Dollar, nachdem Sixt insbesondere ein den USA kräftig in den Aufbau seines Vermietungsnetzes investiert hat. Das Inlandgeschäft blieb mit gut 150 Mio. Euro nominal etwas stärker als das Auslandsgeschäft, brachte es aber „nur“ auf einen Zuwachs um 5,9%.

 

Der Leasingbereich bringt Sixt ein starkes operatives Gewinnwachstum

Im zweiten Konzernbereich, dem Leasinggeschäft, zeigte sich die Umsatzentwicklung auf den ersten Blick nicht sonderlich dynamisch. Denn der Leasingumsatz legte nur um 2,9% zu. Doch da sich die Erlöse aus dem Verkauf von gebrauchten Leasingfahrzeugen verdoppelten, legte der Gesamtumsatz um fast 26& auf 162,8 Mio. Euro zu. Mit spürbaren Auswirkungen auch auf die Profitabilität. Denn der Vorsteuergewinn wurde auf 7,3 Mio. Euro verdoppelt.

Wie sich nach dem Börsengang von Sixt Leasing die aktuellen Bewertungen darstellen und welche Schlussfolgerung Anleger daraus ziehen können, lesen Sie im zweiten Teil: „Sixt oder Sixt Leasing: Wer hat mehr Bewertungs-Potenzial?"

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