Wheaton Precious Metals Aktie: 85 Prozent Umsatzsprung im Q2
Wheaton Precious Metals erhöht Umsatz und Gewinn im zweiten Quartal kräftig. Analysten bewerten die weiteren Wachstumsaussichten unterschiedlich.

- Antamina liefert ersten vollständigen Quartalsbeitrag
- Umsatz steigt auf 929,2 Millionen US-Dollar
- Jahresziel von 860.000 bis 940.000 GEOs bestätigt
- Vierteljährliche Dividende von 0,195 US-Dollar bestätigt
Wheaton Precious Metals hat für das zweite Quartal 2026 Rekordzahlen vorgelegt und profitierte dabei maßgeblich von einer strategischen Großakquisition. Getrieben durch den ersten vollständigen Quartalsbeitrag aus dem 4,3 Milliarden US-Dollar schweren Antamina-Silber-Stream, den das Unternehmen von der BHP Group erworben hatte, stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 85 Prozent auf 929,2 Millionen US-Dollar.
Ertragsplus durch Antamina-Beteiligung
Der Nettogewinn kletterte parallel zum Umsatzsprung um 86 Prozent auf 543 Millionen US-Dollar. Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung war die zurechenbare Silberproduktion aus der Antamina-Mine, die von einem Konsortium bestehend aus BHP, Glencore, Teck und Mitsubishi betrieben wird.
Medienberichten zufolge stieg die Produktion für Wheaton Precious Metals um 56 Prozent auf 2,3 Millionen Unzen Silber, nachdem das Unternehmen seinen Anteil an der Silberproduktion auf 67,5 Prozent ausgeweitet hatte.
CEO Haytham Hodaly bezeichnete die Antamina-Transaktion als neuen Maßstab für das Unternehmen. Er deutete an, dass milliardenschwere Streaming-Deals künftig ein regelmäßiger Bestandteil der Wachstumsstrategie sein könnten.
Neben dem Erfolg bei Antamina identifizierte das Management weitere operative Meilensteine: Im vierten Quartal 2026 wird die kommerzielle Produktion beim Projekt Platreef angestrebt, zudem stehe der Start des Kurmuk-Projekts unmittelbar bevor.
Produktionziele und Analystenbewertungen
Für das Gesamtjahr 2026 bestätigte Wheaton Precious Metals sein Produktionsziel von 860.000 bis 940.000 Goldäquivalent-Unzen (GEOs). Langfristig plant das Unternehmen, die Produktion bis zum Jahr 2030 auf 1,2 Millionen GEOs zu steigern. Diese Prognosen stießen bei Analysten auf ein geteiltes Echo.
Während T. Jakusconek von Scotiabank am 19. August die EPS-Schätzung für das Geschäftsjahr 2026 auf 4,83 US-Dollar anheb die Einstufung „Sector Outperform“ mit einem Kursziel von 175,00 US-Dollar beibehielt, zeigten sich andere Experten vorsichtiger.
Die Analysten von Zacks Research passten ihre Erwartungen nach dem Gewinnbericht an. Am 20. August hoben sie zwar die Prognose für das vierte Quartal 2026 leicht auf 1,19 US-Dollar je Aktie an, reduzierten jedoch am Montag die mittelfristigen Erwartungen für die Folgejahre.
Für 2027 wird nun ein Gewinn je Aktie von 4,31 US-Dollar statt zuvor 5,13 US-Dollar erwartet, für 2028 sank die Schätzung von 5,27 auf 4,62 US-Dollar. Als Grund nannten die Experten konservativere Wachstumsaussichten.
Dividende und aktuelle Marktsituation
Zusätzlich zu den operativen Fortschritten bestätigte Wheaton Precious Metals gestern eine vierteljährliche Dividende in Höhe von 0,195 US-Dollar pro Aktie. Die Auszahlung erfolgt am 3. September an alle Aktionäre, die zum Stichtag am 20. August als Anteilseigner registriert waren. Damit unterstreicht das Unternehmen seine Politik der Gewinnbeteiligung trotz der hohen Investitionen in das Streaming-Portfolio.
Am Markt wurde der jüngste Rekordbericht am Mittwoch zunächst für Gewinnmitnahmen genutzt, was die Aktie in einem volatilen Sektorumfeld zeitweise belastete. Dennoch setzt sich der positive Trend des laufenden Jahres fort. Am heutigen Freitag notiert das Papier bei 136,35 € und verzeichnet damit ein Plus von 0,6 %.
Seit Jahresbeginn summiert sich der Wertzuwachs der Aktie damit auf beachtliche 32 %. Während institutionelle Anleger wie die Manufacturers Life Insurance Company laut jüngsten Pflichtmitteilungen ihre Positionen zuletzt hielten, bleibt der Fokus der Marktteilnehmer nun auf dem Erreichen der Produktionsziele im vierten Quartal gerichtet.
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