Wienerberger Aktie: Morgan Stanley senkt Kursziel auf 18 Euro
Wienerberger setzt auf Claus Ehrenbeck für die Investor Relations, während Morgan Stanley das Kursziel auf 18 Euro reduziert und Underweight bestätigt.

- Claus Ehrenbeck übernimmt Investor Relations
- Morgan Stanley senkt Kursziel auf 18 Euro
- Aktie nahe am 52-Wochen-Tief
- RSI signalisiert überverkaufte Marktlage
Wienerberger hat die Leitung seiner Investor-Relations-Abteilung neu besetzt. Dr. Claus Ehrenbeck übernahm die Position als Senior Vice President Investor Relations beim Baustoffkonzern. Der Wechsel an dieser Schnittstelle zwischen Unternehmen und Kapitalmarkt fällt in eine Phase, in der Wienerberger genau diesen Draht zu Investoren dringend braucht.
Denn das Vertrauen der Anleger ist angeschlagen. Die Aktie notiert bei 17,85 Euro und damit nur noch 2,7 Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief. Für den neuen IR-Chef bedeutet das: Sein erster Job besteht darin, verunsicherten Investoren überhaupt wieder zuzuhören.
Analysten bleiben skeptisch
Die Skepsis der Analysten hat sich zuletzt noch verschärft. Morgan Stanley senkte das Kursziel für Wienerberger von 20,0 auf 18,0 Euro und bestätigte gleichzeitig die Einstufung „Underweight“. Damit signalisieren die Analysten, dass sie selbst nach dem massiven Kursrutsch keine Erholung erwarten – ein Kursziel nahe am aktuellen Niveau spricht eher für stagnierende als für steigende Notierungen.
Diese Einschätzung passt zum technischen Bild der Aktie. Der Relative-Stärke-Index liegt bei 29 Punkten und signalisiert damit eine überverkaufte Situation, ohne dass sich daraus bislang eine Stabilisierung ableiten ließe. Käufer halten sich trotz des extrem niedrigen Bewertungsniveaus weiter zurück.
Personalwechsel als Signal
Der Führungswechsel im Investor-Relations-Bereich reiht sich in eine Serie personeller Veränderungen bei Wienerberger ein, die das Unternehmen in den vergangenen Monaten durchlaufen hat. Ob Ehrenbeck es schafft, die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt zu stabilisieren, wird sich erst in den kommenden Quartalen zeigen. Kurzfristig dürfte der Personalwechsel an der grundsätzlichen Marktstimmung wenig ändern.
Die Marktkapitalisierung des Konzerns liegt aktuell bei 1,92 Milliarden Euro – ein Wert, der die Dimension des Kursverfalls verdeutlicht. Für Anleger bleibt die Kernfrage, ob operative Fortschritte und eine verbesserte Kommunikation ausreichen, um das Vertrauen zurückzugewinnen, das der Titel in den vergangenen Monaten verloren hat. Bis dahin dürfte die Aktie im Bann der schwachen Stimmung und der zurückhaltenden Analysteneinschätzungen bleiben.
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