Wienerberger Aktie: Operatives Ergebnis bricht um 26 Prozent ein
Wienerberger verzeichnet deutliche Kursverluste von fast 23 Prozent seit Jahresbeginn, während das Unternehmen mit dem BRICK AWARD 26 internationale Ziegel-Architektur würdigt.

- Aktie verliert seit Januar fast 23 Prozent
- Umsatz im ersten Quartal um sieben Prozent gesunken
- Operatives Ergebnis bricht um 26 Prozent ein
- Management hält an Jahresprognose fest
Der Baustoffkonzern Wienerberger hat am Freitag in Wien eine rauschende Preisverleihung gefeiert. Der „BRICK AWARD 26″ würdigte herausragende Ziegel-Architektur weltweit. Gleichzeitig macht die Aktie eine schwere Zeit durch.
Seit Jahresanfang hat das Papier fast 23 Prozent verloren. Der Schlusskurs am Freitag: 23,40 Euro. Immerhin ein Plus von knapp drei Prozent an einem insgesamt starken Tag für den ATX. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 33,04 Euro beträgt satte 29 Prozent.
Warum der Kurs so tief steht
Die Geschäfte liefen zuletzt mau. Das erste Quartal bescherte Wienerberger einen Umsatzrückgang von sieben Prozent. Das operative Ergebnis brach sogar um 26 Prozent ein.
Das Management macht das Wetter verantwortlich. Januar und Februar waren zu kalt für die Baubranche. Dazu kommt ein schwaches Neubauumfeld. Die Prognose für das Gesamtjahr bleibt dennoch bestehen. Der Konzern erwartet eine Erholung im Laufe des Jahres, getrieben durch Zukäufe und bessere Marktbedingungen.
Der RSI liegt bei 47 Punkten. Die Aktie notiert unter allen gleitenden Durchschnitten – 200-Tage-Linie bei 26,87 Euro, 50-Tage-Linie bei 24,20 Euro. Technisch gesehen ein klares Signal.
Glanz und Gloria
Die Preisverleibung in Wien zeigte eindrucksvoll, wohin die Reise geht: von einem vietnamesischen Tempel bis zu einer mexikanischen Tequila-Fabrik reichten die prämierten Projekte. Wienerberger positioniert sich damit als Vorreiter für nachhaltiges Bauen mit Ziegel und Keramik.
Ob solche Architekturpreise den Kurs nachhaltig stützen, ist fraglich. Die Anleger warten auf handfeste Zahlen und eine Trendwende im Neubaugeschäft. Beides war zuletzt Mangelware. Die kommenden Monate werden zeigen, ob das Unternehmen seine Jahresprognose halten kann.
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