Wilex: Neuer Lizenzvertrag sorgt für Kurssprung

Das in München beheimatete Biopharmazie-Unternehmen Wilex kann den Abschluss eines neuen Lizenzvertrages bekannt geben. Vertragspartner ist das australische Unternehmen Telix Pharmaceuticals, das ebenfalls auf biopharmazeutischem Gebiet forscht.

Wilex forscht und entwickelt über seine Tochtergesellschaft Heidelberg Pharma GmbH hauptsächlich im Bereich Krebstherapien. Ein Kern der Forschungen konzentriert sich darauf, Antikörper und entsprechende Toxine für die Diagnostik und Behandlung von Tumoren zu entwickeln.

Bei dem nun abgeschlossenen Lizenzvertrag geht es um einen identifizierten Antikörper namens Girentuximab, dessen radioaktiv markierte Form unter dem Namen REDECTANE als Diagnostikkandidat entwickelt wird. Wilex räumt der australischen Telix mit dem neuen Lizenzvertrag die exklusiven und weltweiten Rechte für die Entwicklung und Vermarktung von REDECTANE ein. Darüber hinaus erhält Telix auch bestimmte Entwicklungsrechte an Girentuximab.

Wilex erhält Meilensteinzahlungen

Im Gegenzug erhält Wilex sowohl eine Zahlung bei Vertragsunterzeichnung als auch Meilenstein-Zahlungen auf dem Weg von der klinischen Entwicklung zur Marktzulassung sowie am Ende Umsatzbeteiligungen. Als Meilensteinzahlungen werden laut Pressemitteilung bis zu 3,7 Millionen Dollar möglich sein. Bei Jahresumsätzen von rund 2,3 Millionen Euro (2015) sind das sehr positive Aussichten.

Entsprechend positiv fiel auch die Reaktion an der Börse aus. Wobei man allerdings feststellen muss, dass Wilex mit einem derzeitigen Kursniveau von unter 3 Euro hauptsächlich von sehr spekulativ eingestellten Anlegern „gespielt“ wird. Dennoch sind die über 20 % Kursgewinn am heutigen Tag schon ein Statement.

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