Wilex – Pharmawert mit Zukunft?

Die Bekämpfung und Heilung von schwerwiegenden Erkrankungen wie beispielsweise Krebs liegt im Fokus vieler Pharmaunternehmen. Zu den biopharmazeutischen Unternehmen gehört Wilex.

 

© Wilex
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Der Konzern mit Sitz in München besteht aus der Wilex AG und der Tochter Heidelberg Pharma. Der spezielle Fokus von Wilex liegt dabei auf der Onkologie. Hier werden die Bereiche Forschung, Technologieplattform, Service und Entwicklungskooperationen abgedeckt.

Der Konzern verfügt im Bereich der Onkologie über ein Portfolio sowohl diagnostischer als auch therapeutischer Produkte auf Basis von Antikörpern und niedermolekularen Wirkstoffen.

Die Tochter Heidelberg Pharma bietet präklinische Auftragsforschung sowie eine Technolgieplattform für therapeutische Antikörper-Wirkstoff-Konjugate (ADC-Technologie).

 

Wilex präsentierte Halbjahreszahlen

Heute präsentierte Wilex die Zahlen für das 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres. Danach erwirtschaftete der Konzern von Dezember 2014 bis Mai 2015 Umsatzerlöse von 1,3 Mio. Euro. Diese setzten sich zusammen aus Komponenten der Lizenzvereinbarungen mit Roche und Link Health sowie dem Servicegeschäft. Die sonstigen Erträge lagen bei 1 Mio. Euro.

Die betrieblichen Aufwendungen einschl. der Abschreibungen beliefen sich auf 4,2 Mio. Euro. Die Herstellungskosten für die kundenspezifische Auftragsforschung erreichten 0,7 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Steuern lag bei 1,89 Mio. Euro nach 4,31 Mio. Euro im Jahr zuvor. Dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,23 Euro. Die liquiden Mittel beliefen sich bei Wilex auf 4,1 Mio. Euro. Das Eigenkapital erreichte 14,1 Mio. Euro und die Eigenkapitalquote lag bei 82,4%.

Im März hatte der Konzern die Durchführung einer Bezugsrechtskapitalerhöhung angekündigt. Bis zum Ende der Bezugsfrist am 07. April wurden mehr als 1,48 Mio. neue Stückaktien zum Bezugspreis von 2,80 Euro je Aktie von den Aktionären bezogen. Damit erhöhte sich die Gesamtzahl der ausgegebenen Aktien auf mehr als 9,3 Mio. Stück. Wilex will den Bruttoemissionserlös von 4,16 Mio. Euro u. a. für die Weiterentwicklung der ADC-Technologie einsetzen.

 

Heidelberg Pharma kann punkten

Einen weiteren Erfolg konnte die Tochter Heidelberg Pharma vermelden. Zusammen mit MD Anderson Cancer Center wird eine Forschungskooperation im Hinblick auf die ATAC-Technologie (Antikörper-Amanitin-Konjugat) betrieben.

Ergebnisse der präklinischen Studien wurden erst unlängst in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht. Hierbei ging es um die außergewöhnlich hohe Wirksamkeit von ATAC-Therapeutika bei der Behandlung einer Darmkrebs-Subpopulation.

 

Prognose wurde bestätigt

Die bereits Ende März vom Vorstand abgegebene Prognose wurde bestätigt. Danach erwartet Wilex für das gesamte Geschäftsjahr ein Betriebsergebnis von 2 bis 5 Mio. Euro. Umsätz und sonstige Erträge sollen zwischen 4 bis 6 Mio. Euro liegen.

 

Aktie schwächelt

Die Aktie von Wilex durchlebt derzeit eine Schwächephase, konnte aber im heutigen Tagesverlauf bereits wieder leicht zulegen. Der nächste Widerstand lauert hier bei 3,60 Euro.

Analysten von Edison Investment Research haben sich den Wert zuletzt Anfang Mai genauer angesehen. Positiv wurde von den Analysten bewertet, dass Wilex neben den Umsatz generierenden Dienstleistungen eine eigene Pipeline an vorklinischen ATAC-Zielen betreibt. Weiterhin gab man an, dass durch eine Zusammenarbeit mit Roche entsprechendes Vertrauen in diese Technologie signalisiert wird.

150714 Wilex

Unser Fazit: Wilex ist nicht uninteressant. Zu einem Einstieg würden wir jedoch eher spekulativ eingestellten Investoren raten.

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