Wincor-Nixdorf vor Mega-Fusion?

Börsianer trauten zum Wochenbeginn ihren Augen beim Blick auf den Chart des MDAX-Unternehmens Wincor-Nixdorf kaum. Die Papiere des Unternehmens schossen um mehr als siebzehn Prozent in die Höhe und lagen zwischenzeitlich bei 47,88 Euro. Der Grund hierfür war relativ einfach. Nachdem der Konzern noch im Juni allen Gerüchten zum Trotz eine klare Absage bezüglich einer möglichen Übernahme durch den US-Konkurrenten Diebold erteilte, scheint nun alles anders.

 

© Wincor Nixdorf
© Wincor Nixdorf

Erste Schritte sind getan

Laut Medienberichten sollen sich beide Unternehmen bereits über die Eckpunkte eines eventuellen Zusammenschlusses geeinigt haben. Der Angebotspreis soll bei 52,50 Euro liegen. Gezahlt werden soll in bar und in Aktien von Diebold. Damit würde die Übernahme ganze 1,73 Mrd. Euro kosten. Bindend ist dieses Angebot jedoch noch nicht, da die Prüfung der Bücher noch nicht abgeschlossen ist.

Am Tag danach kam es zu leichten Verlusten der Aktie, dennoch notieren die Papiere auf einem weiter recht hohen Niveau. Die Unsicherheiten, resultierend auch etlichen offenen Fragen der bisherigen lediglichen Absichtserklärung, werden hier weiter Einfluss auf den Kurs der Aktie nehmen. Experten rechnen jedoch bereits jetzt mit einem Zustandekommen dieser Fusion. Auch scheint es nicht unmöglich, dass Diebold noch einmal nachlegt. Investierte Anleger wurden in den vergangenen Monaten nicht gerade verwöhnt und könnten das jetzige Niveau nutzen, um ihre Gewinne mitzunehmen.

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