windeln.de verharrt in roten Zahlen

Der Online-Anbieter windeln.de gab heute die Ergebnisse für die ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres bekannt. Der Konzern ist bekannt für seine Geschäftsidee, alle Produkte rund um Babys, Kleinkinder und Kinder online anzubieten.

 

© windeln.de
© windeln.de

Dazu bedient man sich verschiedener Onlineshops, geht jedoch auch neue Wege. Mit der Website windelbar.de wird beispielsweise ein so genannter Shopping Club bbetrieben. Mitglieder erhalten hier täglich über neue Aktionen Artikel, die wesentlich günstiger als zu den regulären Einzelhandelspreisen angeboten werden. Das Konzept scheint bei den Kunden gut anzukommen.

 

Anzahl der Kunden nimmt zu

So konnte windeln.de im dritten Quartal einen weiteren Zuwachs an Kunden verzeichnen. Insgesamt 743.000 Kunden haben per Ende September mindestens eine Bestellung innerhalb der vergangenen zwölf Monate getätigt. Per Ende Juni lag diese Zahl bei 613.000, wobei ein Teil dieses Zuwachses durch die erstmalige Einbeziehung der Feedo-Gruppe zustande kam.

 

windeln.de mit Neuzuwachs

Überhaupt wird Wachstum anscheinend im Unternehmen groß geschrieben, was jedoch auch die Unternehmenszahlen entsprechend belastet. Im August schloss windeln.de einen Kaufvertrag für die Bebitus Retail S.L. ab. Hierbei handelt es sich um einen reinen Onlinehändler mit der Spezialisierung auf Baby- und Kleinkinderprodukte. Der Firmensitz ist in Barcelone und daher wird sich das Angebot vorzugsweise auf Kunden in Spanien, Portugal und Frankreich konzentrieren.

Feedo gehört, wie vorab erwähnt, nun ebenfalls zur Konzernfamilie. Seit Anfang Juli sind die drei Gesellschaften zu 100% in der Hand von windeln.de.

 

Starke Umsatzsteigerung, aber …

Die Umsatzerlöse lagen im Neun-Monats-Zeitraum bei 118,3 Mio. Euro. Das bereinigte EBIT sank von -6,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum auf -9,5 Mio. Euro. Das unverwässerte Ergebnis je Aktie lag bei -0,80 Euro nach -0,31 Euro im Vorjahreszeitraum. Bezogen auf das dritte Quartal stiegen die Umsätze auf 43,2 Mio. Euro nach 26,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Zwar wurden die Umsätze weiterhin in rasantem Maße gesteigert, gleichzeitig explodierten jedoch auch die Kosten, was den Markt verunsichern dürfte. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten verdoppelten sich im dritten Quartal. Auch das Finanzergebnis litt deutlich. Der Verlust vor Steuern verschlechterte sich im dritten Quartal auf 7,74 Mio. Euro.

 

Aktie liegt weiter im Seitwärtstrend

Der Markt nahm die Zahlen bisher gelassen auf. Bisher stiegen die Papiere leicht um 0,70% und liegen damit knapp unter dem Widerstand bei 11,00 Euro. Nach dem Börsenstart Anfang Mai verzeichnete die Aktie recht große Verluste, da der Markt die Aktie als zu teuer einstufte.

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Seit Anfang Juni liegen die Papiere in einem Seitwärtstrend und wir sehen hier vorerst auch keine Anzeichen, dass sich hieran auf kurze Sicht deutlich eine Änderung abzeichnet.

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