Wird die Deutsche Postbank bald selbstständig?

Bereits im April 2015 hatte die Deutsche Bank beschlossen, sich von der Tochter Deutsche Postbank aus Bonn zu trennen, und dies am liebsten durch einen Börsengang.

© Deutsche Post

Nun wirbt der Postbank-Chef Frank Strauß in einem Interview für die Eigenständigkeit der Bank und gibt die Hoffnung auf einen Börsengang nicht auf. Er sieht gute Chancen, sollte das Institut in die Selbstständigkeit entlassen werden.

"Ich bin davon überzeugt, dass die Postbank alleine erfolgreich sein wird. Wir haben 14 Millionen Kunden und sind auf gutem Weg, unsere Eigenkapitalkosten zu verdienen, was in Deutschland eher ungewöhnlich ist. Für die Postbank gibt es definitiv einen Platz in der deutschen Bankenlandschaft."

Verkauf oder Börsengang stehen weiterhin auf dem Plan:

Bislang ist allerdings von Seiten der Deutschen Bank noch nicht viel passiert. Finanzchef Marcus Schenck hatte im Oktober gesagt, der Verkauf oder der Börsengang der Tochter sei nach wie vor geplant und sei ein Thema für 2017. Aber solange es keine Klarheit über die Umsetzung des Bankenregelwerks gibt, das unter dem Stichwort Basel IV läuft, macht es für die Deutsche Bank keinen Sinn, einen Verkaufsprozess der Deutschen Postbank anzuleiern. Außerdem hatte John Cryan, Deutsche-Bank-Chef, mehrfach klargemacht, die Postbank nicht um jeden Preis verkaufen zu wollen. Er sehe sich nicht unter Druck, sagte er im letzten Jahr.

Spekulationen über Verbleib im Konzern

Zu Spekulationen aus Frankfurt, dass die Postbank vielleicht doch noch voll in den Deutsche Bank-Konzern integriert werden soll und man es sich mit dem Börsengang noch anders überlegen könnte, sagte Strauß: "Es gibt eine ganz klar kommunizierte Entscheidung der Deutschen Bank, sich von der Postbank trennen zu wollen. Diese Entscheidung wurde seither von Quartal zu Quartal vom Management bestätigt und wir arbeiten konzentriert daran, sie umzusetzen."

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