Wirecard: Das freut die Konkurrenz

Zur Wochenmitte musste die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard einen erneuten Rückschlag verdauen. Wochenlang blieb es von Seiten der Financial Times ruhig, nun legte die britische Finanzzeitung nach.

So wurde berichtet, dass Wirecard seit Wochen die Verbindung zu einem Manager verloren hätte, der maßgeblich in den vorgeworfenen Bilanzskandal verwickelt sein soll. Dabei bleiben die entsprechenden Informationsquellen zwar dubios. Doch scheint hier wieder einmal das Motto zu gelten „Steter Tropfen höhlt den Stein“, so dass viele Anleger lieber wieder an die Seitenlinie wechseln.

Wettbewerber ziehen Investoren an

Das könnte erneut zum Vorteil der Wettbewerber von Wirecard werden. Auch wenn der Konzern selbst bislang immer wieder dementiert, dass die ganze Affäre negativen Einfluss hätte auf das operative Geschäft, so wird dies am Markt derzeit noch anders beurteilt bis zum Beweis des Gegenteils. Davon kann insbesondere der niederländische Konkurrent Adyen profitieren, der im selben Segment wie Wirecard tätig ist.

Adyen mit deutlich besserer Performance

Das spiegelt sich auch in der Performance beider Werte seit mindestens Jahresanfang wider. Denn während Wirecard derzeit ein Minus von rund 12,5 % seit Jahresanfang ausweisen muss, kletterte die Aktie des niederländischen Konzerns in der Spitze auf 44 % Gewinn seit Jahresanfang, aktuell schlagen 38 % Plus zu Buche. Der heutige Tag ist dabei symptomatisch. Wenn während Wirecard knapp 6 % verliert, notiert Adyen über 4 % im Plus. Solange die Affäre in Singapur nicht geklärt ist, dürfte diese gegenläufige Bewegung am Aktienmarkt weiter vorherrschen.

 

%d Bloggern gefällt das: