Wirecard-Debakel: Kein Ende in Sicht

10 Milliarden Euro hat der Zahlungsabwickler Wirecard mittlerweile an Börsenwert verloren und es ist kein Ende in Sicht. 

Die Berichte in der „Financial Times“ über angebliche Unregelmäßigkeiten bei Wirecard haben die Aktie die ganze Woche über immer weiter auf Talfahrt geschickt. Als dann heute über die Ticker lief, dass die Polizei in Singapur die Büros von Wirecard durchsucht, ging die Aktie erneut um mehr als 20 % in den Keller und notierte sogar unter 90 Euro.

Volle Kooperation

Wirecard erklärte, dass man sich in Singapur mit den Strafverfolgungsbehörden getroffen habe, um der dortigen Polizei Unterlagen zu den Ermittlungen zu übergeben. Des Weiteren hat man juristische Schritte gegen die Financial Times angekündigt. “Wir bekräftigen, dass die Vorwürfe gegen Wirecard-Mitarbeiter unbegründet sind”, erklärte Wirecard und sagte der Polizei volle Kooperation zu. Denn “nach einer so negativen Medienberichterstattung ist die Einleitung von Ermittlungen ein normaler Vorgang”, erklärte man.

Verdacht der Marktmanipulation

Und auch die deutsche Staatsanwaltschaft bleibt nicht untätig. In München geht man dem Verdacht der Marktmanipulation nach. “Wir haben auf eine konkrete Strafanzeige von Wirecard hin ein Ermittlungsverfahren gegen Unbekannt wegen des Verdachts der Marktmanipulation rund um den Preisverfall der Aktie eingeleitet”, erklärte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München gegenüber Medien. Bereits seit einer Woche schaut ebenfalls die BaFin genau hin. Aber auch hier dauern die Prüfungen einer möglichen Marktmanipulation noch an.

%d Bloggern gefällt das: